Spirulina - Wirkung, Inhaltsstoffe, Nebenwirkungen & mehr

Die Spirulina Alge: als spiralförmige Mikroalge fristet sie nun schon seit 3,5 Milliarden Jahren ihr Dasein auf dieser Erde. Dabei produziert sie nicht nur besonders viel Sauerstoff, sondern dient auch als eines der wohl nährstoffreichsten Lebensmittel dieser Welt. Viele Proteine, Vitamine und Mineralstoffe in verschiedenster Form.

Aus diesem Grun wurde die Blaualge bereits im Jahr 1974 zum „besten Nahrungsmittel der Zukunft“ ernannt.

Fakt ist: Spirulina ist ein überaus interessantes Lebensmittel mit extrem vielen Stärken. Wir zeigen dir in diesem Ratgeber, was die Alge alles kann.

Das Wichtigste zu Spirulina im Überblick

Spirulina ist eine blaugrüne Mikroalge, zugehörig zu den Cyanobakterien, und bis dato in 35 genießbaren Formen bekannt. Während der enthaltene Farbstoff Phycocyanin seit etlichen Jahrzehnten die einzige bekannte natürliche blaue Lebensmittelfarbe (Spirulina Blau) ist, hat die Blaualge erst vor kurzer Zeit den Weg in die Fitness- und Gesundheitsszene gefunden. Das liegt vor allem an den überaus gesunden, heilsamen und leistungsfördernden Eigenschaften der Alge.

Seitdem hat sich Spirulina als eines der beliebtesten und mächtigsten Superfoods weltweit gemausert. Und das (wahrscheinlich) zurecht. Denn:

  • Spirulina ist das proteinreichste Lebensmittel überhaupt. Mit einem Anteil zwischen 55 und 70 Prozent Protein enthält die Alge alle für den Menschen lebensnotwendigen Aminosäuren. Das ist mehr als doppelt so viel Protein, wie sich in Rinder- oder Hühnerfleisch befindet.
  • Spirulina ist prallgefüllt mit dem Farbstoff Chlorophyll. Er gilt als natürliches Antioxidantium und hat hervorragende Fähigkeiten zur Entgiftung, sowie zur Unterstützung des Immunsystems.
  • Spirulina enthält zudem jede Menge Eisen, Zeacanthin, Beta-Carotin, Vitamin B12 Vitamin K, essentielle Fettsäuren und entzündungshemmende Enzyme.

Vor allem Gemüsemuffel und Sportler werden an diesem Superfood Gefallen finden. Immerhin – so sagt man – liefert ein Teelöffel Spirulina so viele Vitalstoffe wie 2 volle Portionen Gemüse.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina ist eine blaugrüne Mikroalge mit unheimlich vielen Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen. Dank der hinzukommenden entgiftenden Wirkung von Chlorophyll gehört die Alge zu den mächtigsten Superfoods weltweit.

Was ist Spirulina?

Eine Schale gefüllt mit Spirulina Algenpulver

Forschungen haben ergeben, dass Spirulina bereits seit 3,5 Milliarden Jahren auf dieser Erde existiert und zu den Cyanobakterien gehört. Insgesamt umfasst die Mikroalge 1.500 verschiedene Unterarten, von denen allerdings nur etwa 35 tatsächlich genießbar sind. Jene genießbaren Spirulina Algen können ganz besonders gut in tropischen, wärmeren Gebieten, ja sogar in Wüstenregionen gedeihen, wo sie stark mineralhaltiges Salz- oder Süßwasser vorfinden. Man sagt, dass die optimale Kultivierungszone zwischen 35° Nord und 35° Süd liegt. Hinzu kommt, dass das Wasser alkalisch und ziemlich flach sein muss, damit die Alge möglichst viel Sonnenlicht abbekommt.

Ist das Bakterium ausgereift, haben wir es mit einer ziemlich kleinen, spiralförmigen Mikroalge zu tun, die sehr viel Sauerstoff an die Umgebung abgibt und über den Kultivierungszeitraum hinweg zahlreiche Vitalstoffen aufgenommen hat – ein echtes Superfood hat das Licht der Welt erblickt.

Spirulina und die Geschichte vom aztekischen König Montezuma

Sofern die Geschichtsbücher nicht lügen, haben bereits die in Mexiko ansässigen Azteken zwischen dem 15. Und 16. Jahrhundert von den energetisierenden und leistungsfördernden Eigenschaften der Spirulina Alge profitiert. So hat der König Montezuma seine Läufer regelmäßig zum Golf von Mexiko geschickt, damit sie dort frischen Fisch für ihn fangen können. Da der Weg von Mexiko bis zum Golf von Mexiko jedoch knappe 300 Kilometer beträgt, brauchten die Läufer genug Energie – und hier kam getrocknetes Spirulina als idealer Reiseproviant ins Spiel.

Das Volk hingegen schöpfte die Mikroalgen mit feinmaschigen Netzen von den warmen und flachen Seen aus ihrer Umgebung ab und ließen sie zu Fladen trocknen, die dann mit anderen Lebensmittel wie Getreide oder Gemüse zusammen verzehrt wurden.

Spirulina ist heute als Superfood bekannt

Heute kennen wir Spirulina nur noch als getrocknetes Pulver oder als Presslinge, die wir zusätzlich zu unserem Speiseplan als Nahrungsergänzung nehmen. Enthusiasten gehen sogar so weit und werten Spirulina aufgrund der natürlichen Herkunft und der Fülle an Nährstoffen als vollwertiges Lebensmittel.

Im Laufe des Textes werden wir herausfinden, ob das wirklich gerechtfertigt ist und welche Vor- und Nachteile entstehen können, wenn wir Spirulina tatsächlich regelmäßig in höheren Mengen verzehren.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina ist ein Cyanobakterium und gedeiht in mineralhaltigen, flachen und warmen Gewässern. Schon die Azteken wussten um die gesunden Eigenschaften, während heute ein echter Hype um das Superfood entstanden ist.

Wie wird Spirulina geerntet und produziert?

Die Herstellung von Spirulina wird heute an vielen Orten der Welt – und nicht nur rund um den Äquator – betrieben. Dafür werden flache Aquakulturen genutzt, die mit ausreichend Mineralien und genügend Wärme versorgt werden. Mittels feinen Filtermaschinen und Zentrifugen werden die kleinen Mikroalgen aus dem Wasser gezogen und anschließend luftgetrocknet. Tatsächlich ist kein weiterer Herstellungsprozess für das reine Pulver notwendig.

Sofern Spirulina jedoch zu Presslingen verarbeitet werden soll, werden diese zusätzlich gepresst und bei einigen Produzenten mit Klebestoffen versetzt.

Darüber hinaus werden heutzutage 100% reine Spirulina Algen im Labor in Gläsern kultiviert. Die Qualität dieser Anbauform ist um ein Vielfaches besser, da sie reiner sind und unter kontrollierbaren Bedingungen entstehen. Zudem können die Mikroalgen von allen Seiten mit Sonnenlicht bestrahlt werden, wodurch sich die Nährstofffülle erhöht. Allerdings haben glasgereifte Spirulinaprodukte einen deutlich höheren Preis.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina wird in warmen, flachen und mineralhaltigen Aquakulturen kultiviert und durch spezielle Filtersysteme abgeschöpft. Anschließend wird sie getrocknet und entweder zu Presslingen verarbeitet oder direkt als Pulver verkauft.

Spirulina Wirkung: Warum ist Spirulina gesund?

Nun haben wir eine ganze Menge über die Herkunft, Züchtung und über das biologische Profil der Mikroalge Spirulina zusammengetragen. Warum aber ist sie so beliebt? Und bei welchen Anliegen, Beschwerden oder gesundheitlichen Problemen kann sie helfen?

In diesem Abschnitt möchten wir uns auf die vielfältigen Einsatzgebiete der Grünalge fokussieren.

Spirulina hilft dem Immunsystem und aktiviert die Selbstheilung

Spirulina Wirkung - es unterstützt das Immunsystem

Da alle Nährstoffe, inklusive der Aminosäuren, wunderbar vom Körper absorbiert werden können, eignet sich das Superfood ideal für die Unterstützung des Immunsystems. Insbesondere dank des sauerstofftransportierenden Chlorophylls gelangt mehr Sauerstoff in die einzelnen Zellen, wodurch Schädlinge leichter eliminiert und ausgeschieden werden können.

Spirulina wirkt Infektionen entgegen

Weil Spirulina reich an essentiellen Aminosäuren ist, die einen wichtigen Anteil an einem funktionierendem Immunsystem haben, zählt die Mikroalge als echte Wunderwaffe gegen Infektionen jeglicher Art. So wurde im Rahmen einiger Forschungen in Japan am Osaka Medical Center for Cancer and Cardiovascular Diseases herausgefunden, dass die Zahl der sogenannten Makrophagen ansteigt, wenn Spirulina eingenommen wurde. Dabei handelt es sich Abwehrzellen, die infizierte Zellen eliminieren.

Reduktion von allergischen Reaktionen durch Spirulina

Auch jene, die unter starken allergischen Reaktionen leiden, dürfen sich auf Linderung durch die blaugrüne Alge freuen. Insbesondere Heuschnupfen, Rhinitis oder diverse Hautallergien können in Schach gehalten werden. Der Grund dafür ist, dass Spirulina gewisse Enzyme enthält, welche die Bildung von Histamin blockieren. Histamin gehört zu jenen Botenstoffen im Körper, die für Juckreize oder für Anschwellungen verantwortlich sind, allerdings übernehmen sie auch wichtige Aufgaben bei der Wundheilung.

Entzündungshemmende Eigenschaften von Spirulina

Spirulina bekommt seine grünblaue Farbe vor allem durch den blauen Farbstoff Phycocyanin, welcher glücklicherweise über mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften verfügt. Eine davon ist dessen antioxidative Wirkung, wodurch die Zellwände vor schädlichen Umwelteinflüssen und Stress geschützt werden. Hier wüten Freie Radikale, welche die Zellmembranen beschädigen können und auf diese Weise das eigene Überleben sichern möchten. Das Problem ist, dass dadurch der Entzündungsgrad in den Zellen ansteigt und ein Absterben droht. Die Konsequenz: ein erhöhtes Krankheitsrisiko, schnellerer Alterungsprozess und ein größeres Angst- bzw. Stressempfinden.

Gemeinsam mit vielen anderen Spirulina Nährstoffen wie etwa Beta-Carotin, Vitamin C oder Selen schafft es Phycocyanin, die Zellwände vor Freien Radikalen zu schützen und damit eine Vielzahl von Entzündungsvorgängen im Körper gar nicht erst entstehen zu lassen.

Spirulina ist ideal zum Entgiften

Spriulina hilft beim Detox

Nicht umsonst wird bei so gut wie jeder Detox Kur grünes Blattgemüse empfohlen. Dieses ist nämlich reich an Chlorophyll, welches als ideales Bindemittel für Schwermetalle und ungewollte Darmbakterien gilt. Und da Spirulina zu den chlorophyllreichsten Pflanzen bzw. Algen gehört, ist es durchaus sinnvoll diesen Vorteil entweder zum täglichen Entgiften, oder im Rahmen einer großen Detox Kur für sich zu nutzen.

Letztendlich verrichtet Spirulina einen wichtigen Job, indem es unter anderem beim Aufbau neuer Blutkörperchen hilft, schlechte Verdauungsbakterien im Wachstum hemmt und sogar Hefepilze bekämpft (mehr dazu weiter unten).

Hinzukommt, dass die besondere Oberflächenbeschaffung der Mikroalge „ähnlich wie ein Besen“ durch den Darm fegt. Spezielle faserartige Schichten nehmen so allerhand Schwermetalle, wie zum Beispiel Blei oder Quecksilber, auf und befördern sie direkt mit dem Stuhl aus unserem Körper. Dieser Vorgang ist sehr schonend, da auf diese Weise keine Giftstoffe in den Blutkreislauf gelangen und letztendlich keine lästigen Entgiftungssymptome auftreten.

Spirulina entlastet Nieren und Leber

Nieren und Leber sind die wichtigsten Entgiftungsorgane unseres Körpers. Sie filtern das Blut und entziehen dem Wasser zahlreiche Abfallstoffe, die anschließend über den Harn oder über den Stuhl ausgeschieden werden. Demzufolge bedeutet ein Nieren- oder Leberversagen absolute Lebensgefahr für uns. Ein hoher Vergiftungsgrad in unserem Organismus hat einen enormen Einfluss auf unser Energielevel im alltäglichen Leben. Darüber hinaus sind Leber und Nieren direkt am Stoffwechsel beteiligt, indem sie zum Beispiel Fett und Kohlenhydrate in verwertbare Energie für die Zellen umwandeln. Deswegen tust du gut daran, deine wichtigsten Entgiftungsorgane so gut es geht zu unterstützen.

Spirulina kann durch die enorme Bandbreite an Mineralien und Vitaminen zu einer Stärkung der Leber- und Nierenzellen beitragen und darüber hinaus Giftstoffe bereits im Kreislauf unschädlich machen.

Gerade Menschen mit einer Fettleber sollten die Spirulina Einnahme in Betracht ziehen, da die Alge zum einen weitere Schäden in Grenzen hält und zum anderen sogar beim Aufbau neuer, gesunder Leberzellen beiträgt, indem sie die Anzahl anFettzellen reduziert.

Spirulina kann den Hefepilz Candida beseitigen

Candida gehört zu den häufigsten und zugleich lästigsten Hefepilzbesiedlungen in den Därmen der deutschen Bevölkerung. Zwar hat jeder Mensch eine gewisse Menge an gesundenCandidapilzkulturen im Darm. Sie beseitigen unbrauchbare und schädliche Substanzen, die über die Nahrung aufgenommen werden. Allerdings kann es zu vielen Problemen kommen, wenn der Darm mit Candida übersiedelt ist. Häufig klagen Betroffene über Reizdarmsymptomen wie plötzlichen Durchfall, einen Blähbauch, Blähungen oder Heißhunger. Auch in feuchten Körperregionen wie etwa in der Vagina kann sich der Hefepilz breitmachen und einen Juckreiz provozieren. Grund für ein zu hohes Candida-Vorkommen ist oft eine zucker- und alkoholreiche Ernährung.

Solltest auch du unter Candida leiden, dann ist Spirulina wahrscheinlich eine wunderbare Hilfe, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. So wurde nämlich in mehreren Forschungen und Studien mit Tieren nachgewiesen, dass die Blaualge eine stark antimikrobielle Wirkung hat. Zusätzlich hilft sie der Darmflora dabei, ein gesundes Gleichgewicht der Bakterien aufrechtzuerhalten bzw. neu herzustellen. Verantwortlich dafür sind vor allem sulfatierte Zuckermoleküle, die die Candidapilze wie ein trojanisches Pferd von innen zerstören.

Spirulina gegen Krebs

Wie es diverse Forschungen des University of Maryland Medical Center zeigen, ist Spirulina sogar dazu in der Lage, die Produktion von Krebs-Antikörpern anzuheizen. Das schafft die Alge vor allem durch den hohen Gehalt an leicht verdaulichen essentiellen Aminosäuren. Man kann sogar sagen, dass das Forschungsfeld rund um „Spirulina gegen Krebs“ wohl eines der größten in Bezug auf die Wirkung der Alge ist, da bis dato mehr als 70 qualifizierte wissenschaftliche Artikel zu diesem Thema veröffentlicht wurden.

So hat sich herausgestellt, dass Spirulina besonders heilsam in Sachen Hautkrebs ist. Die enthaltenen Wirkstoffe arbeiten als natürliche Schutzenzyme, die Freie Radikale durch UV-Strahlung abwehren und dadurch DNA-Schäden eingrenzen. Und auch Leberkrebs kann durch die regenerative Spirulina Wirkung gehemmt werden, indem der enthaltene C-Phycocyanin Farbstoff die Vermehrungsrate der Krebszellen in der Leber senkt.

Einen echten Durchbruch in der Krebsforschung konnte derweil bei der Behandlung von Leukoplakie erzielt werden. Leukoplakie ist eine Vorstufe von Krebs und definiert sich über Wunden an Zunge, Mundschleimhaut und sogar in den Lungenwegen. Insbesondere langjährige Tabak-Konsumenten leiden unter dieser Erkrankung. Um die Wirkung von Spirulina zu testen, wurde eine Doppelblind-placebokontrollierte Studie mit Rauchern durchgeführt, bei der 45% der Probanden eine vollkommene Rückbildung der Wunden durch nur 1 Gramm Spirulina erleben durften. In der Placegruppe hingegen erreichten gerade einmal 7% der Probanden leichte Besserungen. (Studie: Mathew B, Sankaranarayanan R, Nair PP, Varghese C, Somanathan T, Amma BP, et al. Evaluation of chemoprevention of oral cancer with Spirulina fusiformis. Nutrition and cancer. 1995;24(2):197-202. PubMed PMID: 8584455.).

Die blutdrucksenkende Wirkung von Spirulina

Die blutdrucksenkende Wirkung von Spirulina ist vorwiegend der NO-Produktion geschuldet. Bei NO handelt es sich um eine Stickoxidverbindung, welche die Blutgefäße erweitern und dadurch sogar Erektionsprobleme lösen kann. Durch die Weitung der Arterien und Gefäße kann das Blut besser fließen und der Druck verringert sich.

Zwar hat Spirulina keinen direkten Einfluss auf die NO-Produktion, allerdings steigert die Alge die Freisetzung von Metaboliten, welche vom Enzym Cyclooxygenase initiiert wird. Jene Metaboliten wiederum setzen Stickoxide als Nebenprodukt ihres Stoffwechsels frei.

Spirulina senkt den Cholesterinspiegel

Man kennt zwar nicht den genauen Mechanismus hinter der cholesterinsenkenden Wirkung von Spirulina, dennoch haben mehrere Studien gezeigt, dass viele Probanden nach einer mehrwöchigen Einnahme der Blaualge rapide Senkungen im Cholesterinspiegel nachgewiesen werden kann.

In einer mexikanischen Studie haben die Teilnehmer teilweise überaus spannende Werte gezeigt, nachdem sie über 6 Wochen hinweg jeweils 4,5 g Spirulina verabreicht bekommen haben. So hat sich gezeigt, dass…:

  • das Gesamtchholesterin um 10% verringert wurde.
  • das HDL Cholesterin um 13% stieg.
  • die Tryglizeride im Blut um 28% sank.
  • der Blutdruck sich dadurch zwischen 7% und 10% verringerte.

(Studie: Torres-Duran PV, Ferreira-Hermosillo A, Juarez-Oropeza MA.Antihyperlipemic and antihypertensive effects of Spirulina maxima in an open sample of Mexican population: a preliminary report. Lipids in health and disease. 2007;6:33. PubMed PMID: 18039384. Pubmed Central PMCID: 2211748.)

Bestätigt wurden diese Ergebnisse zudem bei einer ähnlich durchgeführten Studie an älteren Teilnehmern zwischen 60 und 87 Jahren in Korea. Dort hat man diese Werte bei einer Menge von 8 Gramm Spirulina für 16 Wochen gemessen. (Studie: Park HJ, Lee YJ, Ryu HK, Kim MH, Chung HW, Kim WY. A randomized double-blind, placebo-controlled study to establish the effects of spirulina in elderly Koreans. Annals of nutrition & metabolism. 2008;52(4):322-8. PubMed PMID: 18714150.)

Ganz besonders dramatisch war der Abfall der Cholesterinwerte bei Nierenkranken, die in einer Doppelblindstudie zusätzlich zu ihren Medikamenten Spirulina bekommen haben. Zwar sind solch hohe Cholesterinwertreduzierungen der Krankheit geschuldet, sie zeigen uns aber, wie effektiv die Alge im Kampf gegen Nierenschäden sein kann. So wurde das Gesamtcholesterin um 65% gesenkt (LDL Cholesterin sank um 54%), während sich die Triglyzeride im Blut um satte 200% reduzierten. (Studie: Samuels R, Mani UV, Iyer UM, Nayak US. Hypocholesterolemic effect of spirulina in patients with hyperlipidemic nephrotic syndrome. Journal of medicinal food. 2002 Summer;5(2):91-6. PubMed PMID: 12487756.

Spirulina schützt das Herz

In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Spirulina die Cholesterinwerte senkt und auch einen positiven Einfluss auf den Blutdruck hat. Diese wurde gezielt an Mäusen belegt, welche zusätzlich zu einer normalerweise herzschadenden Chemotherapie (Einsatz von Duxorubicin) mit dem blauen Farbstoff Phycocyanin versorgt wurden. Das Ergebnis: Die Chemotherapie konnte voll einschlagen, ohne das Herz zu schaden. (Studie: Khan M, Shobha JC, Mohan IK, Naidu MU, Sundaram C, Singh S, et al. Protective effect of Spirulina against doxorubicin-induced cardiotoxicity. Phytotherapy research : PTR. 2005 Dec;19(12):1030-7. PubMed PMID: 16372368.)

Spirulina fördert die sportliche Leistungsfähigkeit

Spirulina Bodybuilding - eine gute Kombination

Das ausgeprägte Nährstoffprofil macht Spirulina ganz besonders interessant für Sportler und Bodybuilder – nicht nur wegen der hohen Mengen an leicht verdaulichem Protein, sondern auch wegen der vielen Vitalstoffe, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffe.

So wurde in einer Doppelblindstudie mit mittelmäßig trainierten Männern herausgefunden, dass sich die Bestzeiten bei einer Sprintbelastung während des Radelns deutlich erhöhten, wenn Spirulina eingenommen wurde. Bei einer Menge von 6 Gramm Spirulina für einen Zeitraum von 4 Wochen konnte die Bestzeit im Sprint von 2,05 auf 2,7 Minuten verbessert werden. Darüber hinaus konnte eine um 10% erhöhte Fettverbrennung nachgewiesen werden. Studie:  Kalafati M, Jamurtas AZ, Nikolaidis MG, Paschalis V, Theodorou AA, Sakellariou GK, et al. Ergogenic and antioxidant effects of spirulina supplementation in humans. Medicine and science in sports and exercise. 2010 Jan;42(1):142-51. PubMed PMID: 20010119.)

Spirulina und die antiviralen Eigenschaften

Viren sind die Ursache für üble Erkrankungen wie Masern, HIV-1, Mumps, Influenza oder Herpes. Da kommt es geradezu gelegen, dass auch eine antivirale Spirulina Wirkung gefunden wurde.

Verantwortlich dafür ist ein Mehrfachzucker, genannt Calcium Spirulan, welcher jene Viren die für die oben genannten Krankheiten verantwortlich sind, in der Verbreitung hemmen kann. Es scheint sogar, als könne dieser Mehrfachzucker Viren noch besser vor dem Eindringen in die Zellen blocken, alsder geläufige Wirkstoff Dextransulfat, welcher zudem einige Nebenwirkungen mitbringt.

Einen gewissen Zusammenhang konnten Forscher zwischen dem niedrigen Vorkommen von AIDS und dem Verzehr von Spirulina Algen im Tschad erkennen. Selbiges Phänomen lässt sich auch in asiatischen Ländern wie Japan oder Korea feststellen. Leider konnte diese statistische Beobachtung aber nicht in klinischen Studien nachgewiesen werden.

Verbesserte Gehirnleistung durch Spirulina

Das Stichwort in diesem Kontext lautet: L-Tryptophan. Eine Aminosäure, die vor allem bei der Produktion von Serotonin und Melatonin und damit am Wach-Schlaf-Rhythmus beteiligt ist. Doch das ist noch nicht alles. Denn jene Aminosäure stärkt durch die Wirkung an der Zirbeldrüse und an anderen Gehirnregionen das abstrakte Denkvermögen, die Vorstellungskraft und die Fähigkeit zu träumen. Zudem kommt, dass Tryptophan als Vorbote zu Serotonin stimmungsaufhellend und entspannend wirkt.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina hilft bei einer Vielzahl von gesundheitlichen Anliegen/Problemen. Dazu zählen: Krebs, hoher Cholesterinspiegel, hoher Blutdruckspiegel, Candidabefall, Entzündungen, sowie virale Infektionen. Zudem steigert es die Gehirnleistung und die sportliche Belastungsfähigkeit.

Welche Inhaltsstoffe hat Spirulina und wie wirken sie?

Wir haben nun großflächig analysiert, wozu die Mikroalge alles im Stande ist. Und da lässt es sich durchaus nachvollziehen, warum die WHO bereits im Jahr 1974 die Spirulina Alge als „bestes Nahrungsmittel der Zukunft“ betitelte.

Doch nun wollen wir uns etwas tiefer mit den Spirulina Nährstoffen auseinandersetzen. Zwei ganz besondere Inhalte sind die Farbstoffe Chlorophyll und Phycocyanin.

Chlorophyll in Spirulina

Sowohl für die Alge selbst, als auch für den Menschen, ist Chlorophyll überaus wertvoll. Als Dreh- und Angelpunkt der Photosynthese setzt es biochemische Reaktionen in den Mikroalgen frei, durch die sich die zahlreichen Vitalstoffe erst vervielfachen können. Für den Menschen ist dieser grüne Farbstoff (auch bekannt als grünes Licht) vor allem aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem menschlichen roten Blutfarbstoff Hämoglobin überaus heilsam. Der einzige Unterschied ist, dass sich im Kern von Hämoglobin ein Eisenmolekül befindet, während im Chlorophyll Kern ein Magnesiumion ist.

So wurde im Zusammenhang mit Chlorophyll eine blutreinigende Wirkung und eine vermehrte Produktion von roten Blutkörperchen festgestellt. Zudem lindert der Farbstoff Verstopfungen, Entzündungen, Magengeschwüre und kann darüber hinaus die Wundheilung bei äußerer Anwendung beschleunigen.

Wegen der starken, blutbildenden Eigenschaft, wurde Spirulina sogar bei Tschernobyl-Opfern und bei mangelernährten Kindern in Afrika eingesetzt – mit Erfolg. 

Phycocyanin in Spirulina

Als blauer Farbstoff ist Phycocyanin vor allem in der Lebensmittelindustrie ein Begriff und wird als natürlicher Farbstoff für Nahrungsmittel verwendet. Darüber hinaus wird dem sekundären Pflanzenstoff eine extrem antientzündliche und antioxidative Wirkung nachgesagt, indem es das Enzym Cyclooxygenase-2 in der Entstehung hemmt. Sogar im Bereich der Allergien, bei welchem Histamin für Juckreize usw. verantwortlich ist, kann der Farbstoff lindernd wirken, indem er eben jenes Histamin blockiert.

Kurz zusammengefasst:

Chlorophyll und Phycocyanin sind Farbstoffe aus der Spirulina Alge und haben auf den menschlichen Körper eine entzündungshemmende, blutreinigende und wundheilende Wirkung.

Spirulina Vitamine

Spirulina enthält zahlreiche Vitamine und Mineralien

Unter den Spirulina Inhaltsstoffen sind so zahlreiche Vitamine enthalten, dass wir sie kaum alle aufzählen können. Wir haben uns jedoch bemüht, die wichtigsten für dich mitsamt deren Wirkung zusammenzutragen.

Vitamin B6

Vitamin B6 ist essentiell wichtig für die Proteinbiosynthese, indem es die mit der Nahrung aufgenommenen Proteine aufspaltet. Zudem ist es unabdingbar für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt und für eine gesunde Herzfunktion.

Vitamin B12

So sehr wir dir sagen wollen, dass Vitamin B12 durch die Spirulina Alge abgedeckt werden können… wir können es leider nicht. Zwar ist B12 im hohen Maße vorhanden, allerdings handelt es sich um Pseudo B12, welches der Körper wenig bis gar nicht aufnehmen kann. Um deinen B12 Bedarf abzudecken, empfehlen sich insbesondere Lebensmittel wie Rinderleber oder Fleisch.

Vitamin B2

Vitamin B2 sorgt für eine intakte Sehfunktion und für eine gesunde Haut. Ein Mangel hingegen kann zu Ekzemen oder tränenden Augen führen.

Vitamin B1

Dieses Vitamin baut Kohlenhydrat ab und reguliert den Blutzuckerspiegel. Wer nicht genug B1 aufnimmt, sieht sich chronischen Erschöpfungszuständen, schlechter Sauerstoffversorgung und sogar Herzschäden gegenübergestellt.

Vitamin E

Vitamin E ist vor allem für eine gesunde Herzfunktion und für eine sichere Sauerstoffversorgung in den Zellen notwendig. Zudem wird es für den Aufbau gesunder Hautzellen benötigt.

Niacin

Nicht nur als cholesterinsenkendes Vitamin, sondern auch durch seine lindernde Wirkung von Schizophrenie und anderen psychischen Erkrankungen ist Niacin bekannt geworden.

Folsäure

Folsäure ist jenes Vitamin, das uns mit strahlender Farbe versorgt. Es bildet den roten Farbstoff in unserem Blut, initiiert den Wachstumsprozess und sorgt für eine gesunde Hautpigmentbildung. Ein Mangel führt außerdem zu grauen Haaren.

Inosit

Da Inosit das zweithäufigste Vitamin im Körper ist, nimmt es auch jede Menge wichtige Aufgaben ein. So ist es zusammen mit Biotin an der Entstehung von gesundem Haar beteiligt. Zudem reguliert es die Leberfunktion und hilft bei der Herstellung von Lecithin. Auch hilft es bei der natürlichen Ausleitung von Karzinogenen.

Biotin

Biotin ist wichtig für den Kohlenhydratstoffwechsel und unterstützt die Aufnahme von B-Vitaminen.

Pantothensäure

Pantothensäure hilft bei der Herstellung von Kortison in den Nebennieren und ist damit eng mit der menschlichen Stressresistenz verbunden. Ein Mangel kann zu stärkeren Allergien, zu Arthrose, Geschwüren oder Infektionen führen und psychischen Stress erhöhen.

Carotenoide als Vorstufe für Vitamin A

Fälschlicherweise wird häufig behauptet, dass sich hohe Mengen an Vitamin A in Spirulina befinden. Dies ist jedoch nicht die ganze Wahrheit. In der Mikroalge befinden sich nämlich „nur“ sogenannte Carotenoide, aus welchem der Körper anschließend Vitamin A bilden kann. Das wohl bekannteste Carotenoid ist das Beta-Carotin, welches sich auch in Karotten befindet.

Der Vorteil dieser Carotinoide ist, dass sie keine Vitamin A Überdosierung verursachen können, weil der Körper selbst nur so viel davon produziert, wie er benötigt. Darüber hinaus bieten sie wunderbare antioxidative Eigenschaften und schützen die Zellen vor schädlichen Substanzen (Freie Radikale).

Kurz zusammengefasst:

Spirulina ist eine echte Vitaminbombe. Insbesondere B-Vitamine und Carotinoide lassen sich in der Alge wiederfinden, aber auch Pantothensäure, Biotin und Folsäure uvm.

Spirulina Mineralien

Neben den Vitaminen sind natürlich auch jede Menge Mineralien enthalten. Im Folgenden zeigen wir dir, welche Mineralien am meisten vorkommen.

Kalium

Kalium ist bei der Nervenübertragung wichtig, indem es im synaptischen Spalt die Neurotransmitter weitergibt. Wenn du zu wenig Kalium hast, kann es zu Bluthochdruck und zu muskulären Dysfunktionen kommen.

Magnesium

Magnesium ist ebenso wie Kalium bei der Impulsübertragung in die Muskelzellen beteiligt, was sich bei einem Mangel in allseits bekannte Krämpfe auswirkt. Im schlimmsten Fall kann es sogar zu Herzstörungen kommen. Obendrein hilft Magnesium bei der Aufnahme von mehreren Vitaminen und Proteinen.

Selen

Selen gilt als überaus wichtiges Schutzmineral, das die Zellen vor Oxidation bewahrt und dadurch den Alterungsprozess verlangsamt. Zudem ist es unerlässlich für eine gesunde Spermien- und Hormonproduktion beim Mann.

Spirulina Eisen

Für unser Blut ist Eisen nahezu der wichtigste aller Nährstoffe. Nur mit Eisen können rote Blutkörperchen gebildet und Sauerstoff in die Zellen gepumpt werden. An Eisenmangel leiden vorwiegend Frauen, sowie Veganer und Vegetarier.

Mangan

Dieses Mineral reguliert den Blutzucker und initiiert die Bildung des Neurotransmitters Acetylcholin. Außerdem hängen viele weitere Enzyme im Körper an einer ausreichenden Manganzufuhr.

Kalzium

Kalzium ist eines der wichtigsten Mineralien überhaupt für den menschlichen Körper. Es dient als Grundlage für starke Knochen und für starke Zähne. Zudem übernimmt es wichtige Aufgaben bei der Nervenübertragung innerhalb der Muskeln.

Spirulina Zink

Zink ist der Antrieb für dein Immunsystem. Es beschleunigt die Wundheilung, hilft bei der Produktion von natürlichem Testosteron und steht in enger Verbindung mit psychischer Gesundheit. Ein Mangel macht sich übrigens auch anhand eines müden und farblosen Hautteint bemerkbar.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina ist ein wahrer Immunsystem-Booster. Mit diversen Mineralien wie Zink, Kalzium, Selen und Mangan deckt bereits eine kleine Menge pro Tag deinen Bedarf der wichtigsten Mineralien. 

Die Spirulina Nährwerte

Keine Frage: das Steckenpferd der Blaualge ist auf jeden Fall der hohe Anteil an Protein. Mit bis zu 70% Protein liefert sie nämlich alle Aminosäuren (sowohl essentielle, als auch nicht-essentielle) und ist damit der ideale Zusatz für so ziemlich jeden Menschen. Die einzelnen Aminosäuren dienen nämlich nicht nur als Baustoff für Zellen, sondern auch als Botenstoffe für hormonelle und enzymatische Vorgänge im Körper. Prinzipiell gilt, dass man gar nicht genug Aminosäuren verzehren kann. Umso besser ist es, dass die Proteine aus Spirulina überaus gut verwertbar sind.

Neben den Aminosäuren enthält die Alge „nur“ rund 7% Fett in Form von Spirulina Omega 3 und Omega 6. Beide Fettsäuren sind essentiell und für den Körper somit notwendig. Im richtigen Verhältnis von 1:3 (Omega 3: Omega 6) wirken sie entzündungshemmend und stellen alle hormonellen Funktionen, sowie die Elastizität der Kapillaren sicher. Auch die Gehirnfunktion profitiert von den Omega 3 Fettsäuren in Spirulina.

Zu guter Letzt liefert Spirulina rund 20% Kohlenhydrate, von denen wiederum ca. 15% in Form von Glycogen und Rhamnose vorliegen. Beide Zuckermoleküle gehören zu den Polysacchariden und haben die Eigenschaft, schnell ins Blut überzugehen ohne Insulinproduktion stark ansteigen zu lassen.

Kurz zusammengefasst:

Bis zu 70 Gramm Protein, 7 Gramm Fett und ca. 20 Gramm Kohlenhydrate lassen sich in 100 Gramm Spirulina Extrakt ausfindig machen. Der Vorteil: Unter den Proteinen sind alle essentiellen und nicht-essentiellen Aminosäuren enthalten, während die Fette vorwiegend aus Omega 3 und Omega 6 bestehen.

Hat Spirulina Nebenwirkungen?

Theoretisch nein, praktisch leider ja. Während das reine Lebensmittel aus medizinischer Sicht als sicher bezeichnet wird, kann die blaue Spirulina Alge dummerweise ziemlich schnell kontaminiert werden, wenn die Anbaubedingungen minderwertig sind. Daher musst du immer auf einen serösen Hersteller achten, dessen Anbaugebiete frei von giftigen Substanzen und Schwermetallen ist. Denn was nützt es dir, wenn du durch Spirulina zwar Blei oder Quecksilber aus dem Körper ausleitest, aber die Alge selbst mit Schwermetallen belastet ist?

Wer kontaminiertes Spirulina zu sich nimmt, muss unter Umständen mit sehr unangenehmen Symptomen rechnen. Dazu gehören zum Beispiel Übelkeit, Herzrasen, Schockzustände und enormer Durst. Über einen langen Zeitraum kann es außerdem zu Leberschäden kommen.

Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass Spirulina nicht empfehlenswert bei Autoimmunerkrankungen wie MS oder rheumatischer Arthritis ist. Der Hintergrund ist, dass durch die verstärkte Immunabwehr diverse Symptome zusätzlich getriggert werden. Das Wohlergehen steigt in diesem Fall nicht, sondern sinkt.

Ansonsten kannst du bei normaler Spirulina Dosierung lediglich mit temporären Begleiterscheinungen wie etwa mit den typischen Spirulina Blähungen rechnen. Das liegt daran, dass zum einen Hefepilze beim Absterben Gase produzieren und zum anderen diverse Zuckermoleküle für den Darm ungewöhnlich sind. Das ist aber weiter nicht schlimm und sollte nach kurzer Zeit abklingen.

Bei einer Überdosierung hingegen kann es wiederum ganz anders sein. Wer über einen längeren Zeitraum zu viel Spirulina einnimmt, kann unter andauernden Verstopfungen oder Durchfall leiden.

Kurz zusammengefasst:

Üble Nebenwirkungen können dann entstehen, wenn das Spirulina Produkt bereits durch den Anbau mit Schwermetallen und anderen Giftstoffen kontaminiert wurde. Bei einer Überdosis von „sauberen Spirulina“ kann es hingegen zu Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall kommen.

Die richtige Spirulina Dosierung

Spirulina Presslinge helfen bei der perfekten Dosierung

Nun kommen wir zur Spirulina Dosierung. Wie viel ist gesund und ab wann droht eine Überdosierung?

Bis dato gibt es keine Studien darüber, ob Spirulina optimalerweise mehrmals pro Tag in kleineren Dosen, oder nur einmal eingenommen werden sollte. Die individuell perfekten Intervalle musst du also selbst für dich bestimmen. Was die Menge pro Tag angeht, so konnte in diversen Studien eine Wirksamkeit bereits ab 3 Gramm beobachtet werden, während andere Studien mit 8-10 Gramm arbeiteten und ebenfalls Wirkungen ohne Nebeneffekte erzielen konnten.

Insofern lautet unsere Schlussfolgerung und gleichzeitige Empfehlung, dass du mit 3 - 10 Gramm pro Tag absolut auf der sicheren Seite bist und alle möglichen Einsatzgebiete abdeckst.

Kurz zusammengefasst:

Mit einer Spirulina Dosierung von 3 - 10 Gramm pro Tag machst du alles richtig.

Spirulina Pulver oder Spirulina Presslinge? Welche Einnahme ist am besten?

Ob Pulver oder Presslinge ist aus ernährungsphysiologischer oder medizinischer Sicht egal. Hier kommt es lediglich darauf an, welche Darbietungsform du bevorzugst. Letztendlich ist aber die Spirulina Presslinge Variante am beliebtesten, weil du dir so keine Gedanken über die Einnahme machen musst. Bei Pulver hingegen musst du dir überlegen, mit welchen Speisen oder Getränken du Spirulina verzehren willst; und da Spirulina einen sehr starken Eigengeschmack hat, fällt die Wahl nicht immer besonders leicht.

Zudem ist eine Überdosierung durch ein falsches Abmessen des Pulvers bei der Einnahme von Presslingen unwahrscheinlicher.

Kurz zusammengefasst:

Presslinge lassen sich ganz einfach mit Wasser schlucken und können innerhalb von einer Stunde vollkommen verdaut werden. Pulver muss mit Wasser oder Essen gemixt werden und hat einen starken Eigengeschmack.

Worauf solltest du beim Kauf von Spirulina achten?

Zwar ist Spirulina überaus machtvoll und gesund, allerdings ist es bei kaum einem anderen Superfood so elementar wichtig, dass du auf eine hohe Qualität achtest. Denn weil die Mikroalge so sehr von der äußeren Umgebung zehrt, diverse Mineralien aufnimmt und über biochemische Vorgänge sogar vervielfacht, können sich umso leichter Schadstoffe vermehren. Ergo: Je unsauberer das Anbaugewässer, desto höher das Schadstoffvorkommen. Das gilt ganz besonders für Schwermetalle wie Quecksilber, die auf der einen Seite wunderbar durch Spirulina aus unserem Körper entfernt werden, auf der anderen Seite jedoch ziemlich leicht in unseren Körper gelangen können, wenn die Alge bereits bei der Kultivierung zu viel vom Schwermetall aufgenommen hat.

Insofern gibt es einige Qualitätsfaktoren, auf die die vor dem Kauf unbedingt achten solltest. Greife nicht direkt zum billigsten, aber auch nicht zwangsläufig zum teuersten Produkt.

  1. Welche Spirulina Alge ist enthalten?

Es gibt unzählige Spirulina Algenformen, doch nur 35 davon sind genießbar. Damit du dir sicher sein kannst, dass zumindest die richtige Spirulina Alge verwendet wurde, muss auf der Verpackung entweder „Spirulina platensis“ oder „Alge Cynaophyceae Spirulina“ angegeben sein.

  1. Welche Zusatzstoffe?

Prinzipiell gilt, dass 100%iges Spirulina immer zu bevorzugen ist. Insbesondere Spirulina Pulver und granulierte Formen müssen immer zu 100% aus reinem Spirulina bestehen. Bei Presslingen muss der Gehalt zumindest bei über 98% liegen.

  1. Wie muss Spirulina aussehen?

Die natürliche Farbe von Sprulina ist ein schönes mattes Dunkelgrün. Mache nicht den Fehler und verwechsle ein strahlendes Grün mit einer guten Qualität. In diesem Fall wurde das Spirulina nämlich zu stark zerkleinert und mit Bindemittel beschichtet.

  1. Sollte das Pulver stauben?

Grundsätzlich gilt, dass Spirulina Pulver recht schwer wirkt. Wenn die Verpackung (auch bei Presslingen) sehr staubig ist bzw. sich viel Staub löst, so deutet das auf eine niedrige Qualität hin. In diesem Falle wurde die Superfood Alge zu stark zerkleinert und anschließend verdichtet. Was zunächst nicht besonders schlimm erscheint, ist dummerweise nicht besonders vorteilhaft für den Erhalt der Spirulina Nährstoffe.

  1. Wie sollte Spirulina riechen?

Zugegeben, der Geruch der getrockneten Mikroalge ist nicht gerade eine Verführung der Sinne. Dennoch dürfen die Spirulina Presslinge oder das Pulver nicht unangenehm oder besonders stark riechen. Sollte dies der Fall sein, ist das Pulver oxidiert und dadurch schlecht geworden. Ein Grund dafür kann unter anderem ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt sein.

  1. Wie gut sollte sich Spirulina auflösen?

Hier ist es gar nicht so leicht, das perfekte Mittel zu finden. Denn zum einen sollte es sich nicht zu leicht auflösen, damit es über den Magen noch den Weg in den Darm findet und zum anderen sollte es nicht zu schwerfällig sein, da sonst nicht alle Spirulina Nährstoffe aufgenommen werden können.

 

Hier ist es wichtig, dass du auf ein hochwertig produziertes Produkt zurückgreifst und gegebenenfalls auf Kundenstimmen oder Herstellungsinformationen vom Produzenten achtest.

  1. Wie relevant ist Bioqualität?

Ein Bio-Siegel lässt nicht automatisch den Rückschluss zu, dass es sich um hochwertiges Spirulina handelt.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina sollte in Bioqualität vorliegen und möglichst hochwertig produziert worden sein. Das heißt: kein unangenehmer Geruch, gute Auflösbarkeit, kein Pulverstauben, mattgrüne Farbe, keine Zusatzstoffe.

Spirulina Preis – Welcher ist gängig?

Ein gängiger Preis liegt bei ca. 20€ pro 500 Gramm. Selbiges gilt auch für Presslinge, die häufig als 250 - 500 mg Presslinge gefertigt und als 500er, oder 1000er Packung verkauft werden.

Laborgezüchtete Spirulina ist aufgrund der höheren Qualität deutlich kostspieliger.

Kurz zusammengefasst:

Ein Preis von ca. 20€ für 500 g (Pulver oder Presslinge) ist ein guter Richtwert.

Spirulina Chlorella Mischprodukte – sinnvoll oder nicht?

Du wirst auf der Suche nach dem richtigen Spirulina Produkt recht schnell auf diverse Chlorella Spirulina Mischpräparate stoßen. Die Frage ist: Sind diese sinnvoll oder sollte man sich bloß für das Einzelpräparat aus Spirulina entscheiden?

Nun, im Grunde spricht absolut nichts gegen ein Mischprodukt. Zwar handelt es sich um unterschiedliche Bakterien- und Anbauarten, dennoch sind sich Chlorella und Spirulina in ihrer Wirkungsweise recht ähnlich. Wichtig für dich zu wissen ist, dass Chlorella besser für die Entgiftung und Spirulina besser für die Nährstoffversorgung geeignet ist. Du kannst aber genauso gut beide Wirkungen mit derselben Alge erreichen. 

Dennoch ist darauf hinzuweisen, dass eine gezielte Dosierung bei Mischprodukten nicht erreicht werden kann, weshalb wir die Einnahme von reinen Spirulinaprodukten empfehlen.

Zudem wird sehr häufig nach Spirulina Extrakt gesucht. Aus der Alge wird jedoch kein Wirkstoff extrahiert. Es handelt sich stets um die getrocknete Lage. Wenn du die volle Spirulina Wirkung genießen willst, solltest du ein normales Pulver- oder Kapselprodukt kaufen.

Kurz zusammengefasst:

Chlorella Spirulina Mischprodukte sind legitim, verhindern jedoch eine exakte Dosierung, weshalb eine getrennte Einnahme zu empfehlen ist.

Spirulina Schwangerschaft: profitieren Mutter und Baby?

So sehr der Nutzen auch auf der Hand liegt, so unsicher ist die Antwort auf diese Frage. Natürlich können die vielen Spirulina Inhaltsstoffe eigentlich nur Positives bezwecken und sowohl dem Baby, als auch der Mutter viele Vorteile bringen. Leider gibt es aber bezüglich dieser Fragestellung keinerlei Studien, die die Unbedenklichkeit belegen können.

Insofern lautet die medizinische Empfehlung, dass du im Falle einer Schwangerschaft besser auf die Spirulina Einnahme verzichtest.

Kurz zusammengefasst:

Leider gibt es keine wissenschaftlichen Unbedenklichkeitsstudien zur Spirulina Schwangerschaft Einnahme.

Spirulina für Tiere: Profitieren Hunde, Katzen und Pferde von der Wunderalge?

Auch bei Tieren wurde eine vorteilhafte Wirkung von Spirulina festgestellt – insbesondere für die Stärkung des Immunsystems und für die Heilung des Verdauungstraktes. Da liegt es nur Nahe, dass Haustierhalter und sogar Pferdebesitzer auf diese Algenpower für ihre Tiere nicht verzichten wollen.

Spirulina Hund

Viele Hundehalter können von Zeit zu Zeit eine chronische Müdigkeit bei ihrem Vierbeiner feststellen, welche eine Vielzahl von Ursachen haben kann. Diese Müdigkeit kann durch den Einsatz von Spirulina behoben werden, indem die vielen Nährstoffe wie eine Grundsanierung für die Zellen wirken. Das Immunsystem wird gestärkt und der Verdauungstrakt kommt zurück in eine gesunde Balance.

Laut Kräuterkundlern ist eine Überdosierung jedoch tunlichst zu vermeiden, da sie gerade bei Hunden schnell zu Durchfall führen kann. Die ideale tägliche Menge liegt daher bei ¼ Teelöffel, welcher ins Futter untergemischt werden kann.

Spirulina Katze

Die gleichen Vorteile, die sich für den Hund aus der Spirulina Einnahme ergeben, ergeben sich auch für Katzen. So wird Spirulina sogar extra für Katzen angeboten, da es das Immunsystem stärkt und die Katze mit jeder Menge Vitamin A versorgt.

Für Katzen lautet die Dosierungsempfehlung ca. ½ Teelöffel pro Tag.

Spirulina Alge Pferd

Und auch Pferdehalter können ihrem Liebling was Gutes tun, indem sie Spirulina ins Futter untermischen. Hierzu hab es sogar einer Studie aus dem Jahr 2007, bei welchem mehrere Fohlen Spirulina in Form von Chips bekommen haben. Das Ergebnis war, dass die Vitalität gestiegen ist und dass sich ein allgemein besserer Gesundheitszustand als bei anderen Pferden der gleichen Altersklasse beobachten ließ.

Die empfohlene Spirulina Pferd Dosis liegt bei 10-15 Gramm pro Tag.

Kurz zusammengefasst:

Spirulina hat auch für Hund, Katze und Pferd stimulierende und revitalisierende Eigenschaften, indem es das Immunsystem stärkt.

Spirulina Entgiftung und Revitalisierung: Rezepte und Smoothies  

Zum Schluss möchten wir dir noch drei leckere Rezepte an die Hand geben, die Spirulina als Zutat beinhalten.

Süßer Bananen Spirulina Smoothie

Zutaten:

  • 1 Banane
  • 1 TL Spirulina
  • 1-3 Datteln
  • 30 Gramm Spinat
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

Für diesen Smoothie brauchst du einfach alle Zutaten in den Mixer werfen (Datteln ohne Kerne) und für etwa 1 Minute pürieren lassen. Je nach Belieben kannst du mit der Wassermenge variieren.

Spirulina Porridge

Zutaten:

  • 60 g Haferflocken
  • 1 EL Leinsamen
  • 2 EL Chiasamen
  • 2 EL Kürbiskerne
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Spirulina Granulat

Zubereitung:

Auch dieses Rezept ist schnell erledigt. Einfach alle Zutaten zusammenmixen und gut umrühren. Entweder kannst du ein echtes Porridge machen und alles zusammen mit ca. 300 ml Wasser oder Milch für rund 5 Minuten ankochen oder ein „rohes Müsli“ genießen. Wenn du ein warmes Porridge machst, solltest du das Spirulina Granulat erst zum Schluss drüberstreuen.

Saftiger Spirulina Smoothie

Zutaten:

  • ¼ Gurke
  • 1 Apfel
  • 1 Banane
  • 1 Orange
  • 30 g Spinat
  • 1 EL Spirulina
  • Etwas Zimt
  • 100 ml Wasser

Zubereitung:

Nachdem du die Orange entsaftet hast, kannst du zusammen mit dem Saft alle Zutaten in den Mixer geben und für ca. 90 Sekunden pürieren. Wenn du keine Orange hast, nimm einfach etwas mehr Wasser.

Abschließende Worte zu Spirulina

Spirulina ist ein Superfood durch und durch. Prallgefüllt mit Nährstoffen und Vitalstoffen hilft es Mensch und Tier dabei das Immunsystem zu boosten und die tägliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Darüber hinaus lindert es diverse Krankheiten wie Krebs oder virale Infektionen – und das alles bei schon 10 Gramm pro Tag.

Hohe Mengen sind also keineswegs nötig, dafür aber umso mehr die Qualität. Achte möglichst auf Bioqualität und auf eine saubere Kultivierung. Spirulina sollte immer eine mattgrüne Farbe und keinen unangenehmen Geruch haben.

Für die tägliche Einnahme eignen sich Presslinge am besten, weil diese einfach geschluckt und schnell verdaut werden können.

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