Ashwagandha – Wirkung, Nebenwirkungen, Studien, Dosierung, Erfahrung und mehr

Ashwagandha

Wer Ashwagandha (Withania somnifera) kaufen möchte, sollte sich vorher umfassend über die krautige Pflanze informieren. Die vielseitige Pflanze ist im deutschsprachigen Raum unter den Namen Schlafbeere, sowie Winterkirsche bekannt. Das Wort Ashwagandha kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Geruch des Pferdes“. Damit wird sowohl der Geruch der Pflanze, als auch eine Ashwagandha Wirkung beschrieben.

Die Pflanze soll denjenigen, der sie verzehrt, stark und leistungsfähig werden lassen. Die Schlafbeere gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie kommt in ganz Afrika, Teilen Asiens sowie Spanien, Griechenland und Sizilien vor. Als Heilpflanze fand sie zuerst in der ayurvedischen Medizin Verwendung. Daher waren die Anwender dieser traditionellen indischen Heilkunst die ersten, die umfassende Kenntnisse über die Wirkung sammelten.

Noch heute verwenden viele Menschen Ayurveda, um körperliche und geistige Beschwerden zu lindern. Ashwagandha spielt in den alten asiatischen Medizinsystemen eine besondere Rolle und gilt als eines der wertvollsten Kräuter. In der ayurvedischen Kräuterkunde, Dravyaguna, gilt die Pflanze als potentes Heilkraut gegen Altersgebrechen, Entzündungen, Unfruchtbarkeit und Schlaflosigkeit. Daneben zählt die krautige Pflanze zu den Tonika. Tonika sind kräftigende Mittel, die den Blutfluss und das Abwehrsystem anregen.

Die Wissenschaft bestätigt eine Vielzahl der Ashwagandha Wirkungen, die die alten Inder schon vor Jahrtausenden einsetzten. Heutige Erkenntnisse zeigen, dass nicht nur die Qualität des Krautes, sondern auch die Ashwagandha Dosierung, der Einnahmezeitpunkt und die Form eine wichtige Rolle spielen. Dieser Ratgeber präsentiert die wichtigsten Erkenntnisse durch Ashwagandha Studien in den folgenden Absätzen.

Die Ashwagandha Wirkung

Schlafbeere, Winterkirsche, Königin des Ayurveda, Indischer Ginseng – das Kraut hat nicht nur viele Namen, sondern auch viele Wirkungen. Die Gesundheitsvorteile beruhen vor allem auf der Zusammensetzung. Ashwagandha Pulver enthält Stoffe in einer Dosierung, die nur sehr selten in anderen Pflanzen vorkommen. Dabei sind nicht die potenten, gesundheitsfördernden Eigenschaften der einzelnen Wirkstoffe für die Ashwagandha Wirkung verantwortlich. Das volle Wirkungspotenzial wird erst entfaltet, wenn die einzelnen Wirkstoffe miteinander interagieren und sich gegenseitig beeinflussen.

Stress und Angststörungen

Die bekannteste Ashwagandha Wirkung ist die adaptogene Wirkung. Adaptogene sind Pflanzenstoffe, die den Körper dabei unterstützen, besser mit körperlichen und psychischen Stresssituationen umzugehen. Dieser Effekt wird vor allem auf glykosidische Withanolide zurückgeführt. Dabei handelt es sich um Pflanzenstoffe, die sowohl in den Blättern, als auch in den Wurzeln der Ashwagandha Pflanze vorkommen. Den positiven Effekt auf Stress führen Wissenschaftler vor allem auf Withanosid IV zurück.

Der Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler vermuten, dass die Pflanzenstoffe die neuronale Anregung durch Stress verändern. Dadurch werden in einer stressigen Situation weniger Stresshormone ausgeschüttet als normalerweise. In Ashwagandha Studien konnten ein positiver Effekt auf das Stresshormon Cortisol nachgewiesen werden. Nach der Einnahme des Ashwagandha-Extraktes sank der Cortisolspiegel um 14,5 bis 27,9 Prozent. Dieser Effekt ist größer als bei einer Vielzahl anderer Supplemente.

Eine dieser Studien erschien im Juli 2012 in der Fachzeitschrift Indian Journal of Psychological Medicine.(1) Dabei untersuchten die indischen Wissenschaftler die Wirkung eines hochkonzentrierten Vollspektrum-Extraktes aus Ashwagandha-Wurzeln auf Stress und Angst bei Erwachsenen. Hierzu teilten die Wissenschaftler 64 Männer und Frauen in zwei Gruppen ein. Die erste Gruppe erhielt ein Placebo, während die zweite Gruppe täglich zweimal 300 mg Vollspektrum-Extrakt zu sich nahm. Nach dem Ablauf der 60-tägigen Einnahme wurden beide Gruppen miteinander vergleichen. Dabei hatten die Teilnehmer der ersten Gruppe signifikant niedrigere Cortisollevel. Dieser Effekt auf den Cortisolspiegel scheint nicht auf psychischen Stress begrenzt zu sein. Die Ergebnisse von Studien zeigen, dass Ashwagandha-Extrakt die physische Erschöpfung bei Belastung verringert. Bei den Teilnehmern der Studie traten keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf. (2)

Neuste Hirnforschungen zeigen, dass Stresshormone wie Cortisol den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. Dieses Hormon war für unsere Vorfahren wichtig, um in einer „fight-or-flight“-Situation Energiereserven zu mobilisieren. Standen unsere Vorfahren einer Großkatze entgegen, bekamen sie Angst, schütteten dadurch Stresshormone aus und konnten somit schneller weglaufen. Heute haben viele Menschen aus anderen Gründen viel Cortisol im Körper. Die Stresshormone suggerieren unserem Körper eine „fight-or-flight“-Situation und somit eine gefährliche Situation. Dabei spielt Cortisol eine zentrale Rolle bei Angststörungen und Panickattacken. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Ashwagandha Extrakt eine positive Wirkung auf Angststörungen hat. Interessant ist jedoch, dass dieser Effekt vom Stressniveau abhängig ist. Je höher das Stressniveau, desto mehr profitieren Menschen mit Angststörungen von der Ashwagandha Wirkung.

Kurz zusammengefasst: Ashwagandha Studien zeigen, dass die Pflanze gegen Stress und stressbedingte Angststörungen eingesetzt werden kann. Wissenschaftler vermuten, dass die Pflanze den Cortisolspiegel senkt, indem glykosidische Withanolide die neuronale Anregung durch Stress hemmen.

Depression

Der Einsatz von Ashwagandha gegen Depressionen hat eine lange Tradition und ist auf die ayurvedische Medizin zurückzuführen. Es wird vermutet, dass die Pflanze die Neurotransmitter im Gehirn positiv beeinflusst. Wissenschaftler vermuten, dass der antidepressive Effekt auf Adrenalin und Noradrenalin zurückzuführen ist. Die Wirkung von Ashwagandha auf Depressionen wurde wiederholt in Tierstudien nachgewiesen. Eines der interessantesten Ergebnisse der Tierstudien: Die antidepressive Ashwagandha Wirkung scheint auf einer Verbesserung von Rezeptoren zu beruhen. (3)

Die Gabe von Ashwagandha-Extrakt verbesserte die Sensibilität der 5-HT2-Rezeptoren. 5-HT-Rezeptoren sind Rezeptoren, an die das Hormon Serotonin andocken kann. Serotonin wird auch Wohlfühl- oder Glückshormon genannt. Die meisten Behandlungen von Depression zielen darauf ab, den Serotoninspiegel zu normalisieren. Um die bisherigen Erkenntnisse zu untermauern, sind weitere Studien erforderlich. Bisher ist lediglich bekannt, dass Kombinationspräparate mit Ashwagandha-Extrakt den Serotoninspiegel erhöhen.(4)

In chronisch gestressten Personen, die häufig unter depressiven Symptomen leiden, reduzierte die Gabe von 300 mg Ashwagandha-Extrakt die Symptome einer Depression um fast 80 Prozent. Bei den Teilnehmern der Studie traten keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf.(1)

Kurz zusammengefasst: Tier- und Humanstudien geben Hinweise darauf, dass Ashwagandha Depressionen entgegenwirken kann. Die Pflanzenstoffe beeinflussen sowohl die Rezeptoren für Serotonin als auch stressinduzierte, depressive Symptome. Die Wirkung hängt von der Ashwagandha Dosierung ab. Ashwagandha kann Depressionen effektiv entgegenwirken.

Übergewicht

Es gibt viele Menschen, die Ashwagandha zum Abnehmen einnehmen. Das Kraut ist zwar keine Wunderkraut, kann aber unterstützend wirken. Dabei spielen mehrere Prozesse eine Rolle.

Die stressreduzierende Wirkung fördert den Gewichtsverlust. Es ist umstritten, welche Rolle Cortisol genau bei Übergewicht spielt. Anerkannt ist lediglich, dass Stress den Stoffwechsel, die Körperzusammensetzung und den Aufbau von Körperfett beeinflusst. Zudem brennt Stress Menschen aus, sodass diese weniger Motivation für Sport oder gesunde Ernährungsgewohnheiten haben. Eine Review von 2018 weist darauf hin, dass langanhaltender Stress Stammfettsucht fördert. (5) Es kann jedoch zu individuellen Unterschieden kommen. Da Ashwagandha-Extrakt den Cortisolspiegel senkt, unterstützt es das Abnehmen.

Dieser Kausalzusammenhang konnte in Humanstudien bestätigt werden. Im Januar 2017 veröffentlichte die Fachzeitschrift „Journal of Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine“ eine Studie von Choudhary et al., an der 52 übergewichtige, chronisch gestresste Männer teilnahmen. Die Männer wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer der ersten Gruppe erhielten ein Placebo und die Teilnehmer der zweiten Gruppe 300 mg eines Ashwagandha-Extraktes jeweils zweimal pro Tag. Das Extrakt enthielt 5 Prozent Withanolide. Die indischen Wissenschaftler untersuchten, ob das Extrakt die Gewichtsreduktion und das allgemeine Wohlbefinden beeinflusste. Nach 8 Wochen verglichen die Wissenschaftler die beiden Gruppen miteinander. Das Körpergewicht, der BMI und der Cortisolspiegel waren in der Ashwagandha-Gruppe signifikant niedriger. Daneben hatte das Wurzelextrakt einen positiven Einfluss auf das Verlangen nach Essen, sowie auf das Wohlbefinden. Bei den Teilnehmern der Studie traten keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf.

Wer mit Ashwagandha abnehmen will, muss nicht unter Stress stehen. Zu diesem Ergebnis kommen zumindest Studien mit Fettzellen. Withaferin A, ein Steroidlacton das vor allem in den Blättern der Pflanze vorkommt, kann bei einigen Fettzellen die Lebensfähigkeit zu senken und den Zelltod einzuleiten.(6)

Eine indische Humanstudie von 2015 zeigt, dass Ashwagandha-Extrakt nicht nur stressbedingtem Übergewicht entgegenwirkt.(7) An der 8-wöchigen Studie nahmen 57 junge Männer teil, die zweimal pro Tag entweder ein Placebo oder ein Ashwagandha-Extra (300 mg) erhielten. Während dieser Zeit absolvierten die untrainierten Teilnehmer Krafttraining. Beim Vergleichen der beiden Gruppen stellten die Wissenschaftler fest, dass die Teilnehmer der Ashwagandha-Gruppe über mehr Muskelkraft und Muskelmasse verfügten. Der durch das Training induzierte Muskelschaden war ebenfalls verringert, wodurch sich die Muskeln besser erholen konnten. Daneben half Ashwagandha beim Abnehmen: Die Teilnehmer verloren 2 Prozent mehr Körperfett als die Teilnehmer der Placebo-Gruppe.

Sexualfunktion und Testosteron

Ashwagandha-Extrakt spielt eine große Rolle in der ayurvedischen Medizin und wird dort bei Problemen mit der Männlichkeit eingesetzt. Dabei nutzt das indische Medizinsystem auch Ashwagandha Wechselwirkungen mit anderen Pflanzen. Die krautige Pflanze nimmt in dem indischen Medizinsystem eine besondere Rolle ein, da sie ein Adoptogen ist, welches die Potenz und die Männlichkeit verbessern soll. Verschiedene Studien bestätigen diese Wirkung.

Eine der ersten Studien, die einen positiven Effekt auf verschiedene Sexualhormone fand, stammt aus dem Jahr 2009.(8) In dieser Studie gaben Wissenschaftler männlichen Ratten Ashwagandha-Extrakt und untersuchten die Wirkung auf verschiedene Sexualhormone. Der Testosteronspiegel der Ratten erhöhte sich. Allerdings sind diese Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragbar. Hauptsächlich, weil es sich um eine Tierstudie handelt, aber auch weil der Anstieg nur bei diabetischen Ratten beobachtet werden konnte. Bei Ratten ohne Diabetes konnte lediglich ein erhöhtes FSH-Level (follikelstimulierende Hormon) festgestellt werden.

Humanstudien zeigen ein gemischtes Bild. In einigen Ashwagandha-Studien erhöhte sich der Testosteronspiegel und in anderen konnte kein Effekt nachgewiesen werden. Es gilt jedoch als erwiesen, dass unfruchtbare Männer von der Ashwagandha Wirkung profitieren können. In Studien mit männlichen Teilnehmern konnte ein positiver Effekt der ayurvedischen Heilpflanze auf die Spermienanzahl und Spermienqualität von Unfruchtbaren Männern nachgewiesen werden. (9) Dabei konnten in mehreren Studien ein positiver Effekt auf den Testosteronspiegel nachgewiesen werden. Dafür scheinen vor allem die antioxidativen Eigenschaften der Pflanzenstoffe verantwortlich zu sein. Es konnte in mehreren Studien beobachtet werden, dass Antioxidantien bei unfruchtbaren Männern zu einem Anstieg der Sexualhormone im Blutserum führen. Fruchtbare Männer würden davon jedoch nicht profitieren. Bei den Teilnehmern der Studie traten keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf.

Bei gesunden Männern konnte Ashwagandha-Extrakt bei gesunden Männern den Testosteronspiegel erhöhen, wenn diese Krafttraining absolvierten. (7) Im 8-wöchigen Versuchszeitraum konnten Männer, die zweimal täglich ein Ashwagandha-Extrakt einnahmen, den Testosteronspiegel erhöhen. Im Vergleich mit der Kontrollgruppe betrug dieser Anstieg 15 Prozent. Ein 15-prozentiger Anstieg führt zu keinen bemerkbaren Veränderungen der körperlichen Zusammensetzung. Für ein pflanzliches Supplement sind 15 Prozent jedoch ein starker Effekt.

In der ayurvedischen Medizin wird Ashwagandha-Extrakt zudem gegen eine niedrige Libido eingesetzt. In Tierstudien konnte diese Wirkung bestätigt werden.(10) Eine zu zu hohe Ashwagandha Dosierung scheint jedoch einen gegenteiligen Effekt zu haben und wirkte in Tierstudien sedierend.(11) Der sedierende Effekt trat bei einer Dosierung von 3 g Extrakt pro Kilogramm Körpergewicht auf.

Kurz zusammengefasst: Ashwagandha Pulver wird oft als Testosteron-Booster angepriesen. Ein derartiger Effekt konnte in Studien nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Ein positiver Effekt wurde für unfruchtbare Männer sowie junge Männer in Kombination mit Krafttraining nachgewiesen.

Sportliche Leistungsfähigkeit

Es gibt viele Sportler, die Ashwagandha kaufen, um ihre sportliche Leistungsfähigkeit zu verbessern. Ashwagandha Studien bestätigen diese Wirkung. Die Pflanze verbessert die Muskelkraft, erhöht die Muskelmasse und erhöht die Ausdauer.

Eine Studie mit untrainierten, häufig sitzenden, Versuchspersonen konnte einen positiven Effekt auf die Muskelkraft feststellen. (12) Die Studie von Raut et al. erschien im Juli 2012 in der Fachzeitschrift „Journal of Ayurveda and Integrative Medicine“. An der Studie nahmen 18 Männer teil, die hauptsächlich sitzende Tätigkeiten verrichteten, aber gesund waren. Die Teilnehmer absolvierten in dem 30-tägigen Versuchszeitraum keine Trainingseinheiten. Dennoch konnten die indischen Wissenschaftler eine Vielzahl positiver Effekte feststellen. In die Schlussfolgerung der Studie schreiben sie: „In dieser Studie wurde ein positiver Effekt auf die Muskelkraft, die Blutfettwerte und die Schlafqualität nachgewiesen.“ Die Muskelkraft des unteren Rückens erhöhte sich um 15,4 Prozent und die des Quadrizeps um 21,5 Prozent. Die Fettmasse sank ebenfalls, der Effekt war aber nicht signifikant. Bei den Teilnehmern der Studie traten keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf.

Ein ähnlicher Effekt konnte bei untrainierten Männern nachgewiesen werden, die Ashwagandha-Extrakt mit Krafttraining kombinierten. (7) 57 Teilnehmer nahmen entweder ein standardisiertes Ashwagandha-Extrakt zweimal pro Tag (300 mg mit 5 Prozent Withanolide) oder ein Placebo. Nach 8 Wochen wurden die beiden Gruppen miteinander verglichen. Die Teilnehmer der Ashwagandha-Gruppe hatten signifikant mehr Muskelmasse und Muskelkraft als die der Placebo-Gruppe. Beim Bankdrücken (Isolationsübung Brustmuskulatur) betrug der Unterschied 20 kg und beim Beinstrecken (Isolationsübung Quadrizeps) 4,5 kg. In dieser Studie traten ebenfalls keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf.

Die Ausdauerleistung kann mit Ashwagandha-Extrakt verbessert werden. Bei einer 8-wöchigen Studie mit professionellen Radfahrern konnte 1 g Wurzelextrakt die Leistungen verbessern. (13) Die Radfahrer wurden in zwei Gruppen eingeteilt: 20 Radfahrer enthielten zweimal täglich 500 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt und die restlichen 20 Radfahrer erhielten ein Placebo. Die Teilnehmer der Ashwagandha-Gruppe konnten sich in allen gemessenen Parametern verbessern. Das maximale Atemvolumen stieg um 12,5 Prozent und die Zeit zur Ermüdung verlängerte sich um 7,2 Prozent. Bei den Teilnehmern der Placebo-Gruppe traten keine Leistungssteigerungen auf. Neuere Studien bestätigen die Wirkung auf die Ausdauersport. (14)

Kurz zusammengefasst: Aus wissenschaftlicher Sicht macht es Sinn, Ashwagandha zu kaufen, um seine sportliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. In Studien konnten positive Effekte auf die Muskelkraft, das Muskelwachstum, die Erschöpfung und die Ausdauerleistung nachgewiesen werden.

Immunsystem

Die Wurzeln und Blätter der Ashwagandha-Pflanze enthalten das Steroidlacton Withanolid A. In Studien konnte gezeigt werden, dass dieser Pflanzenstoff das Immunsystem unterstützt. Vor allem Stress führt dazu, dass das Immunsystem seine Aktivität verringert. Schließlich ist in einer „fight-or-flight“-Situation das Immunsystem nicht wichtig, um zu überleben. Withanolid A ist in der Lage ein stressinduziertes Herunterfahren des Immunsystems auszugleichen.

Um diesen Effekt zu belegen, beobachteten Wissenschaftler die Wirkung des Pflanzenstoffs auf Dexamethason. Dexamethason ist ein Arzneistoff, der das Abwehrsystem dämpft und entzündlichen Prozessen entgegenwirkt. Der Arzneistoff unterdrückt die Aktivität der Th1-Zellen. Diese Zellen gehören zu den T-Helferzellen und regulieren entzündliche Prozesse. Bei Mäusen konnte nachgewiesen werden, dass Withanolid A die immunsupressive Wirkung von Dexamethason ausgleicht. (15) Da es sich bei Dexamethason um ein künstliches Cortisolpräparat handelt, konnte diese Wirkung nicht uneingeschränkt auf körpereigenes Cortisol übertragen werden. Neuere Studien mit Ratten, zeigen jedoch eine vergleichbare Wirkung. So konnte Withanolid A das im Blut zirkulieren Cortisol von gestressten Ratten verringern. Die stressbedingte Verringerung der T-Zellen konnte in diesem Experiment ebenfalls beobachtet werden.(16)(17) Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht geklärt. Ein Mechanismus ist die positive Ashwagandha Wirkung auf Stress im Allgemeinen. Daneben scheint Withanolid A die Sekretion myeloide Suppressorzellen zu unterdrücken. Diese Zellen geben das Zytokin Interleukin 10 ab, welches entzündlichen Prozessen im Körper entgegenwirkt. Daneben unterdrückt Withanolid das Protein STAT3, welches an der Regulierung der Immunantwort sowie der Ausschüttung von Zytokinen beteiligt ist.(18) In Tierstudien konnte nachgewiesen werden, dass bei der Unterdrückung der STAT3-Aktivität durch Withanolid A keine Zytokine unterdrückt werden, die bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle spielen.(19)

In einer Ashwagandha Studie mit Mäusen wiesen Wissenschaftler nach, dass ein wässriges Extrakt aus der krautigen Pflanze der Anzahl der Immunglobuline erhöht werden konnte.(15) Das betraf insbesondere Immunglobulin G und Immunglobulin M. Die Mäuse nahmen eine Ashwagandha Dosierung von 30 mg pro Körpergewicht pro Tag über das Essen auf.

Kurz zusammengefasst: Ashwagandha-Extrakt unterstützt das Immunsystem. Die Wirkung führen Wissenschaftler auf das Steroidlacton Withanolid A zurück. Der Pflanzenstoff verhindert in Tierstudien das stressbedingte Herunterfahren des Immunsystems, wirkt Entzündungen entgegen und erhöhte die Anzahl der Immunglobuline.

Schilddrüse

Ashwgandha-Extrakt gilt als natürlicher Geheimtipp für die Gesundheit der Schilddrüse. Die positive Wirkung kann jedoch nicht verallgemeinert werden. Ob Ashwagandha der Schilddrüse hilft, hängt vor allem vom Krankheitsbild ab.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) stellt die Schilddrüse nicht genügend Schilddrüsenhormone her. Die Hormone werden T3 (Trijodthyronin) und T4 genannt (Thyroxin). Die Hormone übernehmen zahlreiche Funktionen im Körper und regulieren beispielsweise den Stoffwechsel. Es ist noch nicht ausreichend erforscht, wie Ashwagandha der Schilddrüse bei einer Unterfunktion hilft. In neuen Studien konnten vielversprechende Erkenntnisse gewonnen.

In einer 8-wöchige Studie mit 50 Teilnehmern, die an einer Schilddrüsenunterfunktion litten, konnte die tägliche Einnahme von Ashwagandha der Schilddrüse bei der Produktion der Schilddrüsenhormone helfen.(20) Die tägliche Aufnahme von 600 mg führte zu einer besseren Schilddrüsenfunktion und erhöhte den Spiegel der Schilddrüsenhormone signifikant. Die indischen Wissenschaftler stellten einen Anstieg des T3- und T4-Hormons um 41,5 und 19,6 Prozent fest. Im Gegenzug sank der TSH-Spiegel (Thyreotropin). Bei manchen der Teilnehmern kam es zu leichten Ashwagandha Nebenwirkungen.

Die Erkenntnisse von Sharma et al. könnten zukünftig zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden. Wie Ashwagandha die Schilddrüse bei der Aufrechterhaltung einer normalen Funktion unterstützt, ist nicht geklärt. Eine mögliche Erklärung ist die stressreduzierende Wirkung. Ein erhöhter Cortisolspiegel gilt als potenzielle Ursache niedriger T3- und T4-Werte. Da Ashwagandha-Extrakt den Stress reduziert und den Cortisolspiegel senkt, hat das einen positiven Einfluss auf die Schilddrüse.

Eine weitere Studie mit Erwachsenen, die unter einer bipolaren Störung litten, bestätigt die Ergebnisse der indischen Wissenschaftler.(21) Eine mögliche Ursache für die Affektstörung ist eine gestörte Schilddrüsenfunktion. In der achtwöchigen Studie konnten Gannon und Kollegen einen positiven Effekt den T4-Wert feststellen. Aufgrund des begrenzten Studiendesigns konnte der Anstieg nur bei drei Teilnehmern beobachtet werden. Daher sind großangelegte Langzeitstudien notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen.

Wenn Ashwagandha die Schilddrüse und deren Funktion beeinflusst, kann das für Menschen mit einer Schilddrüsenüberfunktion negative Folgen haben. Durch die Ashwagandha Wirkung wird der schon erhöhte T3- und T4-Wert weiterhin erhöht. Zirkulieren zu viele Schilddrüsenhormone im Körper, kann das zu einer Thyreotoxikose führen. Eine Thyreotoxikose ist eine Vergiftung mit Schilddrüsenhormonen, die lebensgefährlich sein kann.

Kurz zusammengefasst: Ashwgandha erhöht die Schilddrüsenhormone im Blutserum. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion wird ein therapeutischer Einsatz als alternative Behandlung diskutiert. Hierzu sind jedoch mehr Studien notwendig. Ashwgandha-Extrakt verschlimmert eine Schilddrüsenüberfunktion.

Blutzuckerspiegel

Diabetes gehört zu den Volkskrankheiten. In Deutschland leiden mehr als 6 Millionen Menschen der der Blutzuckerkrankheit. Die Ergebnisse von Studien deuten darauf hin, dass Ashwagandha-Extrakt eine natürliche Diabetes-Behandlung sein könnte. In Studien konnte ayurvedische Heilpflanze den Blutzuckerspiegel senken und die Insulinsensitivität erhöhen.

Eine der ersten Studien, in der die Ashwagandha Wirkung auf die Insulinsensitivität untersucht wurde, stammt aus dem Jahr 2008.(22) In der Studie injizierten die indischen Wissenschaftler Rattenwelpen den Arzneistoff Streptozocin, um einen diabetischen Zustand zu herbeizuführen, der nicht insulinabhängig ist. Dadurch hatten die Tiere Typ-2-Diabetes. Anschließend wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt, die entweder 200 oder 400 mg Ashwagandha-Extrakt pro Kilogramm Körpergewicht erhielten. Nach fünf Wochen konnten die Wissenschaftler feststellen, dass sich der Blutzuckerspiegel der normalisierte, da sich die Insulinsensitivität verbesserte. Der Grund dafür liegt in einer strukturellen Veränderung der bestimmten Inselzellen der Bauchspeicheldrüse, die für die Sekretion von Insulin verantwortlich sind.

In Studien mit Menschen konnten positive Wirkungen auf den Blutzuckerspiegel und die Insulinsensitivität ebenfalls nachgewiesen werden. In einer doppelblinden, randomisierten indischen Studie von 2013 wurde die Wirkung eines Ashwagandha-Wurzelextrakes auf Patienten mit Schizophrenie untersucht. (23) Die Blutwerte der Patienten litten unter der medikamentösen Behandlung. Die Blutfettwerte und die Blutzuckerwerte waren stark erhöht. Die 30 Patienten erhielten entweder dreimal täglich 400 mg Wurzelextrakt oder ein Placebo für 30 Tage. Das Placebo hatte erwartungsgemäß keine Wirkung. Bei den Teilnehmern der Ashwagandha-Gruppe sank der Nüchternblutzucker um 13 Prozent und die Blutfettwerte um 12 Prozent. Bei den Teilnehmern der Studie traten keine Ashwagandha Nebenwirkungen auf.

Bei Personen mit metabolischem Syndrom konnte die Supplementierung von 400 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt dreimal täglich im Laufe von 30 Tagen den Nüchternblutzucker um ca. 13% senken; es gab in dieser Studie kein Referenzmedikament, aber es übertraf Placebo, bei Personen mit metabolischem Syndrom ist die Supplementierung von 400 mg Ashwagandha-Extrakt dreimal täglich im Laufe von 30 Tagen in der Lage, Triglyceride um ca. 12% gegenüber der Ausgangssituation zu reduzieren (Placebo hatte keinen Nutzen).

Kurz zusammengefasst: Ashwagandha-Extrakt erhöht die Insulinsensitivität und normalisiert den Blutzuckerspiegel sowie die Blutfettwerte bei Menschen, die unter einem metabolischen Syndrom oder Typ-2-Diabetes leiden.

Gedächtnisfunktion und kognitive Leistungsfähigkeit

In der ayurvedischen Medizin werden die Wurzeln und Blätter von Ashwagandha-Pflanzen gegen kognitive Beschwerden eingesetzt. Wissenschaftliche Studien bestätigen die traditionelle Verwendung. Die Pflanzenstoffe schützen Nervenzellen vor freien Radikalen und induziert die Neurogenese. 

In Tierstudien mit Ratten wurde nachgewiesen, dass Withanolid die Ausschüttung antioxidativer Enzyme im Gehirn anregt. (24) Die Forscher stellten fest, dass Stress die Anzahl antioxidativer Enzyme im Frontallappen und Striatum verringert. Withanolide konnten diesen Effekt umkehren. Wie Ashwagandha-Extrakt die Nervenzellen vor oxidativem Stress schützt, ist nicht vollständig aufgeklärt.

Der neuroprotektive Effekt wird durch die Stimulation von Ashwagandha-Extrakt auf die Neurogenese unterstützt. Die Neurogenese beschreibt die Neubildung von Nervenzellen und Nervenverbindungen. Einige Pflanzenstoffe der krautigen Pflanze regen laut der aktuellen Studienlage die Neurogenese an. Dieser Mechanismus ist vor allem zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen interessant. Bei den Pflanzenstoffen handelt es sich um Withanolid A, Withaonside IV, Withaonside VI und einer besonderen Form von Withaonside IV (Sominone). Für Menschen mit Alzheimer ist Sominone interessant, da es die Länge der Axonen der Nervenzellen verlängert. Der Pflanzenstoff der Ashwagandha-Pflanze scheint das Gehirn vor Ablagerungen von Amyloid-Plaques zwischen den Nervenzellen zu schützen. Laut japanischen Wissenschaftlern kann dadurch die neuronale Dysfunktion von Menschen mit Alzheimer verbessert werden. (25)

In der ayurvedischen Medizin wurde die krautige Pflanze zum Schutz der Gedächtnisfunktion eingesetzt. In epileptischen Ratten nahm durch Stress vor allem die Substanz am Hippocampus der Tiere ab. (26) Der Hippocampus gehört zu den ältesten Gehirnregionen und steuert Lernprozesse und das Gedächtnis. Die Ratten litten unter visuell-räumlichen Gedächtnisproblemen. Die Tiere erhielten entweder Withanolid A oder Ashwagandha-Extrakt. Beides führt zu einer Wiederherstellung der räumlich-visuellen Gedächtnisses.

Bei Menschen konnten positive Effekte auf Gehirnschäden, die mit Erkrankungen oder Verletzungen in Verbindung gebracht wurden, in Studien nachgewiesen werden. Beispielsweise ist Ashwagandha-Extrakt in der Lage durch HIV verursachte Gehirnschäden umzukehren. (27) Kein Teilnehmer berichtete von einer Ashwagandha Nebenwirkung. Bei gesunden Menschen profitiert die Kognition ebenfalls von der Ashwagandha Wirkung. In einer doppelblinden, placebokontrollierten Studie mit 20 gesunden Männern konnte die ayurvedische Heilpflanze kognitive und psychomotorische Fähigkeiten verbessern. In der 14-tägigen Studie erhöhte sich die Reaktionszeit, die Wachsamkeit und verbesserte die Ergebnisse in komplexen kognitiven Tests. Die Ergebnisse werden durch weitere Studien untermauert. (28)

Kurz zusammengefasst: Ashwagandha-Extrakt wird traditionell gegen kognitive Beschwerden eingesetzt. Die Wissenschaft bestätigt eine positive Wirkung bei neurodegenerativen Erkrankungen und bei gesunden Menschen. Die Wirkung beruht auf dem Schutz der Nervenzellen vor Stress und auf der Anregung der Neurogenese.

Sexualfunktion bei Frauen

Eine indische Studie, die 2015 in der renommierten Fachzeitschrift „BioMed Research International“ veröffentlicht wurde, fand einen erstaunlichen Effekt von Ashwagandha-Wurzelextrakt auf die Sexualität von Frauen. In der Studie wurden 50 Frauen in zwei Gruppen eingeteilt. Jeweils 25 Frauen erhielten zweimal täglich entweder 300 mg Wurzelextrakt, oder ein Placebo. Der Versuchszeitraum betrug 8 Wochen. Um die Wirkung zu erfassen, mussten die Frauen am Anfang und am Ende der Studie zwei Fragebogen ausfüllen. Dabei wurde die sexuelle Funktion (FSFI-Fragebogen) und die sexuelle Frustration (FSDS-Fragebogen) erhoben. Beim Vergleich der Ergebnisse der Fragebögen konnten die Wissenschaftler eine signifikante Verbesserung in beiden Kategorien in der Ashwagandha-Gruppe feststellen. Im Vergleich mit der Placebo-Gruppe hatten die Frauen mehr sexuelles Vergnügen und waren weniger sexuell frustriert. Das betrifft die Kategorien: Erregung, vaginale Lubrikation, Orgasmus und Zufriedenheit. Zudem hatten die Frauen, die Ashwagandha-Extrakt einnahmen, mehr Sex. Keine Teilnehmerin berichtete von einer Ashwagandha Nebenwirkung.

Kurz zusammengefasst: Ashwagandha-Wurzelextrakt verbessert die Sexualität und das sexuelle Vergnügen von Frauen.

Welche Wirkstoffe und Inhaltsstoffe hat Ashwagandha?
Laut einer biochemischen Untersuchung, enthält die Pflanze 62 Pflanzenstoffe in den Blättern und 48 in den Wurzeln. (30) Zu den wichtigsten Stoffen gehören:

  • Withanon (Wurzeln: 5,5 mg/g und Blätter: 18,4 mg/g)
  • Withaferin A (Wurzeln: 0.9 mg/g und Blätter: 22.3 mg/g)
  • Withanolide A (Wurzeln: 3.9 mg/g und Blätter: 2.1 mg/g)
  • Withanolide B (Wurzeln: 0.55 mg/g und Blätter: 2.8 mg/g)
  • Withanoside IV (Wurzeln: 0.44 mg/g und Blätter: 1,6 mg/g)
  • Physagulin (Wurzeln: nicht messbar und Blätter: 3.5 mg/g)
  • Kaempferol (0.06 mg/g)
  • Naringenin (0,5 mg/g)
  • Phenolsäuren
  • Palmitinsäure
  • Ölsäure
  • Linolsäure
  • Ashwagandhanolide

Vitamine oder Mineralstoffe wurden in der krautigen Pflanze bisher nicht in nennenswerten Mengen nachgewiesen. Die gesundheitsfördernden Eigenschaften sind auf das Zusammenwirken der einzelnen Pflanzenstoffe zurückzuführen.

Was kostet Ashwagandha?

Im Vergleich mit anderen Supplementen kosten Ashwagandha-Produkte durchschnittlich viel. Würde ein Ashwagandha Test bezüglich der Preise durchgeführt werden, würden sich die meisten Produkte in der Preisspanne zwischen 9 und 20 Euro befinden. Es gibt nicht viele Produkte, die mehr kosten. Einige Ausreißer, die bis zu 100 Euro kosten können, befinden sich auch auf dem Markt.

Sollte man Ashwagandha Pulver oder Kapseln einnehmen?
Neben den Preisen unterscheiden sich die Produkte in der Form. Grundsätzlich gibt es Ashwagandha Pulver, Kapseln und Kombinationsprodukte. Dabei bieten die Ashwagandha Kapseln gegenüber dem Pulver einige Vorteile. Der größte Vorteil ist, dass die Dosierung nicht über- oder unterschritten werden kann. Das macht auf Dauer eine gleiche Ashwagandha Dosierung möglich. Viele Nutzer haben die Ashwagandha Erfahrung gesammelt, dass die Dosierung beim Pulver schwierig ist. Zudem sind die Kapseln geschmacksneutral. Im Internet berichten viele Nutzer von einer negativen Ashwagandha Erfahrung, da sie den Geschmack unangenehm fanden. Der einzige Vorteil, den Ashwagandha Pulver hat, ist, dass es etwas billiger ist.

Daneben enthält Ashwagandha Pulver oft reines Pulver aus getrockneten Wurzeln. Die Konzentration der Wirkstoffe ist somit geringer als bei Kapseln, die in der Regel ein Wurzelextrakt enthalten.

Welche anderen Mittel wirken so ähnlich wie Ashwagandha?

Grundsätzlich gibt es kein Supplement, welches das gesamte Wirkungsspektrum der ayurvedischen Heilpflanze abdeckt. Je nach gewünschter Wirkung, gibt es andere Alternativen.

  • Stress: Roter Panax Ginseng, Rhodiola rosea (Rosenwurz), Baldrianwurzel, Bacopa monnieri, B-Vitamine
  • Potenz und Männlichkeit: Tribulus Terrestris, ZMA, L-Arginin, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Ginkgo biloba, Tongkat Ali
  • Kognitive Leistungsfähigkeit: L-Theanin, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine, Ingwer, Ginkgo biloba, Kreatin, L-Carnitin, Koffein, Guarana

Was für Unterschiede gibt es bei Ashwagandha?

Es gibt lediglich eine Form der Pflanze: Withania somnifera. Daher gibt es keine botanisch bedingten Unterschiede zwischen verschiedenen Ashwagandha-Produkten. Der einzige Unterschied ist die Form der Einnahme. Wer mit Ashwagandha Erfahrung hat, weiß, dass Kapseln praktikabler als Pulver sind. Ashwagandha Pulver hat den großen Nachteil, dass es bitter schmeckt. Daher eignet es sich auch nicht als Tee, auch wenn Tee aus der Pflanze in vielen Kulturkreisen erfolgreich als Einschlafhilfe verwendet wird. (31)

Wer Ashwagandha kaufen will, sollte die Form von den persönlichen Bedürfnissen abhängig machen. Die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe ist nicht von der Form abhängig.

Worauf man bei der Kapsel achten muss

Es befinden sich tierische und pflanzliche Formen der Kapsel auf dem Markt. Die persönliche Ashwagandha Erfahrung hängt zwar nicht davon ab, aber manche Menschen verzichten aus ethischen oder religiösen Gründen auf tierische Produkte. Damit fallen tierische Kapseln aus Gelatine (tierisches Eiweiß) weg. Pflanzliche Kapseln aus Cellulose oder Stärke bieten gegenüber Gelatine-Kapseln keine Nachteile. Wichtig ist lediglich, dass die Kapseln vor dem Magensaft geschützt werden. Dadurch nehmen die Wirkstoffe keinen Schaden und werden im Dünndarm resorbiert. Eine häufig verwendete Verbindung, die magensaftresistent ist, ist Hydroxypropylmethylcellulose (kurz: HPMC).

Oftmals wird angegeben, dass die Gelatine in den Gelatine-Kapseln zum Schutz der Gelenke beiträgt. Es ist zwar richtig, dass Gelenkknorpel aus Gelatine bestehen, aber Gelatine-Kapseln bestehen nicht aus Speisemittelgelatine, sondern aus Kollagen-Hydrolysat. Es wird bezweifelt, dass diese Form in den Gelenken überhaupt ankommt. Daher gilt: Pflanzliche und tierische Kapseln sind gleichwertig.

Vor- und Nachteile von Ashwagandha Kapseln mit Wirkstoffkomplex

Kapseln mit einem Wirkstoffkomplex enthalten mehrere Wirkstoffe, die sich gegenseitig ergänzen oder synergistisch verstärken. Derartige Supplemente werden auch Kombinationspräparate genannt.

Der Vorteil ist die synergistische Ergänzung im Körper, sodass beispielsweise die Wirkung, oder die Bioverfügbarkeit verstärkt werden. Daneben können Nutzer so Zeit sparen, da sie lediglich ein Supplement einnehmen müssen. In der Regel sind die Wirkstoffe in Kombinationsprodukten jedoch zu niedrig dosiert. Unter einer niedrigen Ashwagandha Dosierung leidet die Ashwagandha Erfahrung des Nutzers und das Produkt wird wahrscheinlich als nutzlos abgetan. Daneben macht es mehr Sinn, eine Kombination nach den individuellen Bedürfnissen selbst zusammenzustellen und nicht auf vorgefertigte Produkte zu vertrauen.

Wie vergleicht man Ashwagandha Kapseln miteinander?

Wer Ashwagandha kaufen will, sollte vor allem die folgenden Kaufkriterien berücksichtigen, um einen Fehlkauf zu vermeiden.

Inhaltsstoffe

Biochemische Labore, die einen Ashwagandha Test durchführten, um den Nährstoffgehalt zu ermitteln, würden zahlreiche Komponenten finden. Das Besondere: Die Ergebnisse dieses Ashwagandha Test wären mit einer anderen Ashwagandha-Pflanze anders. Da es sich um ein natürliches Produkt handelt, kommt es Abweichungen.

Eine Kapsel sollte zwischen 300 und 500 mg Wurzelextrakt enthalten. Daneben ist der Withanolid-Gehalt wichtig. Je mehr Withanolide das Produkt enthält, desto besser ist die Ashwagandha Erfahrung des Anwenders. Der Withanolid-Gehalt sollte zwischen 5 bis 10 Prozent betragen. Wenn ein Hersteller den Withanolid-Gehalt nicht ausweist, deutet das auf einen niedrigen Wert hin.

Preis und Qualität

Hohe Qualität rechtfertigt einen hohen Preis. Das einzige eindeutige Zeichen einer hohen Qualität ist der Withanolid-Gehalt. Gibt der Hersteller diesen Wert nicht an, handelt es sich wahrscheinlich um ein minderwertiges Produkt.

Daneben gibt das Alter der verwendeten Pflanzen Auskunft über die Qualität des Produktes. Je älter die Pflanze, desto höher ist der Wirkstoffgehalt. Für medizinische Zwecke sollten Pflanzen mindestens sieben Jahre alt sein. Derartige Fakten weisen die Verkäufer jedoch nicht aus und müssen erfragt werden.

Hochwertige Produkte sollten zudem nur wenig Konservierungs- oder Zusatzstoffe enthalten.

Herkunft

Indien, Amerika, Australien und Kanada sind die größten Exporteure für Ashwagandha-Produkte.

Verarbeitung

Ein schonender Extraktionsprozess gewährleistet den Erhalt der Pflanzenstoffe. Bestenfalls wird das Extrakt ohne Alkohol oder andere Zusatzstoffe hergestellt.

Nachhaltigkeit

Bio-Zertifikate und Siegel geben Aufschluss über die Nachhaltigkeit eines Produktes. Nutzer, denen Nachhaltigkeit oder Bio-Qualität wichtig ist, sollten auf hinweisende Siegel auf den Produkten achten. Das häufigste Siegel für den nachhaltigen Konsum ist die staatliche Kennzeichnung für ökologisch erzeugte Produkte, die mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden.

Wissenswerte Fakten rund um das Thema Ashwagandha Kapseln

Die perfekte Dosierung von Ashwagandha

Die Ashwagandha Dosierung hängt von den persönlichen Zielen ab. Prophylaktisch ist eine Dosierung zwischen 300 und 500 mg pro Tag ausreichend. Bei akuten Beschwerden wie chronischem Stress kann die Ashwagandha Einnahme auf 1000 bis 1500 mg pro Tag erhöht werden. Nach bisherigem Kenntnisstand tritt kein Gewöhnungseffekt auf. Da der Körper keine Toleranz entwickelt und selten Ashwagandha Nebenwirkungen auftreten, kann es täglich eingenommen werden.

Wann sollte man sie einnehmen

Die Ashwagandha Einnahme ist unkompliziert. Das Extrakt kann mit den Hauptmahlzeiten eingenommen werden. Wenn es sich um eine Tagesdosis handelt, dann eignet sich das Frühstück am besten für die Ashwagandha Einnahme.

Ashwagandha Nebenwirkungen

Ashwagandha Nebenwirkungen treten nur sehr selten auf. Nutzer, die mit Ashwagandha Erfahrung haben, schätzen vor allem die Verträglichkeit.

Die Ashwagandha Einnahme ist lediglich bei einer sehr hohen Dosierung gefährlich. Der Pflanzenstoff Withaferin A kann in einer hohen Dosierung toxisch wirken. Die dafür nötige Dosierung ist so hoch, dass es nur schwer möglich ist, diese Ashwagandha Nebenwirkung hervorzurufen. Eine sehr hohe Ashwagandha Einnahme kann jedoch Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Ashwagandha Wechselwirkungen sind in den meisten Fällen positiver Natur. Beispielsweise sind positive Ashwagandha Wechselwirkungen mit Arjuna für die sportliche Leistungsfähigkeit bekannt. Weitere positive Ashwagandha Wechselwirkungen wurden mit SSRI-Medikamenten, Notch2-Hemmern (Krebs), bestimmten Anxiolytika (beispielsweise Alkohol) und ERK/p38-Hemmern entdeckt. Ashwagandha Wechselwirkungen sind zudem mit Curcumin und Silymarin bekannt.

Wie lange darf man Ashwagandha einnehmen

Wer Ashwagandha das erste Mal kauft oder bereits eine positive Ashwagandha Erfahrung gesammelt hat, fragt sich: Wie lange ist die Einnahme möglich. In Ashwagandha Studien variiert der Versuchszeitraum von wenigen Wochen bis 3 Monate. Langzeitstudien gibt es keine. Dennoch spricht nichts gegen eine längere Ashwagandha Einnahme. Wer mit Ashwagandha Erfahrung hat, weiß, dass der Körper keine Toleranz aufbaut und die positiven Effekte bestehen bleiben.

Viele Hersteller unterschreiten den Zeitraum der Ashwagandha Studien und empfehlen eine tägliche Einnahme von 4 bis 6 Wochen, denen eine einwöchige Pause folgt.

Für wen ist die Einnahme empfehlenswert

Von einer positiven Ashwagandha Erfahrung berichten vor allem Menschen, die viel Stress ausgesetzt sind. Daneben können alle Menschen, die physisch oder kognitiv leistungsfähiger sein wollen, von den Kräften der Pflanze profitieren. Zahlreiche Sportler berichten von ihrer persönlichen Ashwagandha Erfahrung, um auf das nächste sportliche Level zu gelangen. Wer mit Ashwagandha abnehmen möchte, ist mit einem Kauf ebenfalls gut beraten.

Wer sollte es nicht einnehmen

Schwangere Frauen sollten von einer Ashwagandha Einnahme absehen. Dasselbe gilt für Kinder unter 12 Jahren. Menschen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden dürfen Ashwagandha nicht nehmen.

Bei Herz-Kreislauf-Beschwerden oder der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten sollte der Arzt konsultiert werden.

Abschließende Worte: Kaum eine Ashwagandha Nebenwirkung, viel Nutzen

Nutzer berichten kaum über eine aufgetretene Ashwagandha Nebenwirkung, aber dafür über ein breites Spektrum an gesundheitsfördernden Effekten. Die Forschungslage gibt viele Gründe, um Ashwagandha zu kaufen: Ashwagandha zum Abnehmen, Ashwagandha gegen Depressionen, Ashwagandha gegen Stress. Die Liste ist endlos.

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