Kurkuma | Wirkung, Nebenwirkungen, Einnahme, Dosierung & mehr

Kaum ein Gewürz hat sich im letzten Jahrzehnt so sehr den Status eines Superfoods erarbeitet wie Kurkuma. Das gelb-orangefarbene Pulver, welches aus der Gelbwurz Knolle gewonnen wird, deckt nahezu das gesamte Gesundheitsspektrum ab und hilft u. a. bei Alzheimer, Krebs, Darmbeschwerden und diversen koronaren Herzkrankheiten.

Und weil Kurkuma obendrein auch noch richtig gut schmeckt, gibt es eigentlich keine Gründe, die gegen einen regelmäßigen Verzehr sprechen…

Was ist Kurkuma?

Kurkuma - Einzigartig in Wirkung und Geschmack

Heutzutage denken wir beim Wort „Kurkuma“ zunächst an ein intensiv gelblich-orangefarbenes Gewürz, welches sogar als Bestandteil von Currypulver verwendet wird. Gewonnen wird dieses Pulver allerdings aus einer kleinen ingwerartigen Knolle (auch Gelbwurz genannt), die ihren Ursprung in Südostasien und Indien hat.

Bei der Kultivierung der Kurkuma Wurzel ist es wichtig, dass über das ganze Jahr Temperaturen zwischen 20°C und 30°C vorherrschend sind und dass es genug regnet. Anschließend wird entweder die frische Knolle oder das daraus gewonnene getrocknete Kurkuma Gewürz zur Verfeinerung verschiedenster Gerichte verwendet.

Weil die gesunde Wirkung des Gelbwurz in ihren Heimatländern nicht lange unbeachtet blieb, genießt er einen hohen Stellenwert in der Ayurveda- und Yogakultur und sogar in der traditionellen chinesischen Medizin. Besonders interessant: Was die südostasiatischen Völkern bereits seit Jahrhunderten wissen, wurde in den letzten Jahren in vielen Studien bewiesen.

Kurz zusammengefasst

Kurkuma wird als Gewürz oder als frische Knolle (Gelbwurz) zur Verfeinerung verschiedenster Gerichte verwendet. Ursprünglich kommt es aus Südostasien und benötigt ein feucht-tropisches Klima mit Temperaturen zwischen 20°C und 30°C.

Für was ist Kurkuma gut?

Kurkuma findet immer häufiger seine Verwendung bei der Behandlung schwerwiegender Krankheiten bzw. bei dessen Vorbeugung. Ein Überblick über die wichtigsten Behandlungsfelder geben wir dir hier.

Wofür ist Kurkuma gut:

  • Krebs
  • Alzheimer
  • Herzkrankheiten
  • Steigerung der Herzaktivität
  • Entgiftung (Ausleitung von Schwermetallen)
  • Verdauungsförderung
  • Arthritis
  • Rheuma
  • Herpes
  • Aufbau schöner Haut, Nägel und Haare
  • Kurkuma Zähne: in Form von einer Zahnpasta

Wichtig zu wissen ist, dass Kurkuma in höheren Dosen eingenommen werden sollte, um die vollen heilenden Wirkungsmechanismen ausspielen zu können. Die unregelmäßige Verwendung des Gewürzes ist zwar ebenfalls empfehlenswert, bei weitem aber nicht so machtvoll wie die tägliche Einnahme mit einer medizinischen Intention.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma ist für eine Vielzahl von Krankheiten gut; unter anderem für die Vorbeugung und Heilung von Tumoren, Alzheimer und vieles mehr.

Die Kurkuma Wirkung

Die Kurkuma Einnahme hat viele positive Effekte auf die Gesundheit

Kurkuma ist für eine ganze Reihe von Krankheiten bzw. Körperfunktionen wertvoll, was vor allem dem zentralen Wirkstoff Curcumin zu verdanken ist. Dieser wiederum setzt sich aus vier verschiedenen Curcuminoiden zusammen und wird sogar als Extrakt verkauft, weil es sich um den potentesten Wirkstoff der Knolle handelt. Doch nicht nur Curcumin, sondern auch Magnesium (190 mg pro 100 Gramm) und Kalzium (180 mg pro 100 Gramm) ist in hohen Mengen vorhanden. Hinzukommen kommen verschiedene ätherische Öle mit einem Gehalt zwischen 5-7%, die ihr Übriges für unsere Gesundheit tun.

Im Folgenden wollen wir genauer auf die Wirkungsweise von Kurkuma eingehen.

Kurkuma ist entzündungshemmend

Curcumin (orangefarbener Farbstoff) erregte er vor allem dank der stark entzündungshemmenden Eigenschaften viel Aufmerksamkeit, die dem Körper dabei helfen, Zellschäden zu reparieren. Im weiteren Verlauf können dadurch chronische Krankheiten, die sich auf Entzündungen zurückführen lassen, wie zum Beispiel Alzheimer, Krebs oder das metabolische Syndrom behandelt werden.

Speziell für diesen Zweck wird empfohlen, ein Curcumin-Extrakt zu verwenden, weil das normale Kurkumapulver nur 3% Curcumin und damit zu wenig für eine spürbar antientzündliche Wirkung enthält.

Kurkuma ist antioxidativ

Jenes Curcumin, sowie auch viele andere sekundäre Pflanzenstoffe aus dem Gelbwurz, sind ebenfalls bekannt für deren antioxidative Wirkung. Sie schützen die Zellen vor freien Radikalen, die uns in Form von Stress und Umweltgiften angreifen und dabei für den Altersprozess, sowie für die Entstehung von Krankheiten verantwortlich sind.

Wer viele Antioxidantien zu sich nimmt, verlangsamt den Altersprozess und profitiert von einem stärkeren Immunsystem.

Kurkuma kann die Blut-Hirn-Schranke passieren

Eine besondere Eigenschaft von Kurkuma ist, dass ein Großteil der Wirkstoffe die Blut-Hirn-Schranke passieren und somit ihre heilende Wirkung auch im Gehirn entfalten können. Daher wird die Kurkuma Einnahme auch mit einer Entkalkung der Zirbeldrüse und mit einer Alzheimer Vorbeugung in Verbindung gebracht.

Kurkuma ist blutverdünnend

Die vierte zentrale „Wirkung Kurkuma“ ist der Einfluss auf unser Blut. So wurden bereits Vergleiche mit geprüften Medikamenten gegen Herzkrankheiten angestellt, weil Kurkuma eine nahezu gleichartige Wirkung hat. Ganz besonders die blutverdünnende Wirkung wird zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Problematiken, sowie für Kopfschmerzen wertgeschätzt.

Kurkuma ist antimikrobiell

Insbesondere die ätherischen Öle sorgen dafür, dass schädliche Mikroorganismen wie etwa Candida albicans in Schach gehalten werden. Bei einer regelmäßigen Zufuhr ist der Körper somit gegen diverse Pilzinfektionen besser geschützt.

Kurkuma unterstützt die Verdauung

Kurkuma regt die Produktion von Gallenflüssigkeit an, die wiederum fundamental für die Verwertung von Nahrungsfett ist. Mehr Gallenflüssigkeit in einer höheren Qualität führt zu einer besseren Fettspaltung, wodurch Fettsäuren leichter als Energiequelle verwendet werden können.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma ist deswegen so gesund, weil es antioxidativ, entzündungshemmend, blutverdünnend und antimikrobiell ist. Zudem kann das enthaltene Curcumin die Blut-Hirn-Schranke passieren und hilft bei der Fettverdauung.

Kurkuma Nebenwirkungen: Was passiert, wenn man Kurkuma überdosiert?

Kurkuma Dosierung - zu viel ist nicht gut

Dass Kurkuma gesund ist, haben wir bereits deutlich gemacht. Doch wie sieht es mit Nebenwirkungen aus?

Glücklicherweise ist die Kurkuma Pflanze völlig unbedenklich und bringt keinerlei Gefahren mit sich, sofern man es mit der Dosierung nicht extrem übertreibt. Einige Erfahrungsberichte schildern von Magen-Darm-Beschwerden, wenn über einen langen Zeitraum täglich eine Menge zwischen 8-12 Gramm eingenommen wurden. Hintergrund ist der, dass Kurkuma nicht wasserlöslich ist und in zu hohen Mengen vom Magen nicht mehr absorbiert werden kann. Dies führt anschließend zu einer Reizung der Magenschleimhaut, aus der wiederum Durchfall oder Bauchkrämpfe resultieren.

Kurz zusammengefasst:

Eine Kurkuma Überdosierung beginnt bei etwa 8 Gramm pro Tag und kann zu Durchfall oder Magenbeschwerden führen.

Kurkuma Dosierung und Einnahme

Passend zum oberen Abschnitt stellt sich nun die Frage, wie denn die perfekte Kurkuma Verwendung überhaupt aussieht. Sollte man Kurkuma roh essen? Nur in Form von Pulver? Oder gar in Kapseln und als spezielles Curcumin Extrakt?

Letztendlich gibt es keinen Grund, der speziell gegen eine der genannten Einnahmeformen spricht. Die rohe Knolle kann außerordentlich gut schmecken und liefert frische Nährstoffe. Das Pulver ist ebenfalls prallgefüllt mit verschiedensten Vitalstoffen und eignet sich hervorragend als Gewürz für allerhand Speisen. Mit der Kapsel hingegen stellst du sicher, dass du den Hauptwirkstoff Curcumin in einer ausreichend hohen Dosis einnehmen kannst, um die volle Wirkung zu bekommen.

Insofern gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur die perfekte Einnahme hinsichtlich deiner Wünsche. Da wir Kurkuma in diesem Artikel aus gesundheitlicher Sicht beleuchten, empfehlen wir dir auf jeden Fall die Einnahme einer Kapsel, denn…:

  • … so umgehst du den Geschmack, falls es dir nicht schmecken sollte.
  • … so brauchst du dir keine Sorgen darum machen, dass du nicht genug Curcumin zu dir nimmst.
  • … so brauchst du nicht jedes Essen mit Kurkuma zu überladen.

Bei der Kurkuma Dosierung gibt es im Grunde genommen kaum etwas zu beachten, da eine Überdosierung ab 8 Gramm pro Tag beginnt – das ist enorm viel und eigentlich nur möglich, wenn du Kapsel um Kapsel verzehrst.

Zum Kochen solltest du maximal einen gehäuften Teelöffel als Orientierungshilfe hernehmen, andernfalls wird es aus geschmacklicher Sicht unangenehm. Wenn du dich für Kapsel entscheidest, so halte dich an die Verzehrempfehlungen des Herstellers oder bleibe bei höchstens 3-4 Stück pro Tag. Vergiss nicht, dass die Kapsel das hochdosierte Curcumin-Extrakt beinhalten und kein normales Kurkuma Pulver.

Kurz zusammengefasst:

Für eine gesundheitliche Anwendung empfehlen wir Kurkuma bzw. Curcumin als Kapseln (3-4 pro Tag). Ansonsten kann Kurkuma als rohe Knolle und vor allem auch als Gewürz verwendet werden.

Kurkuma zum Abnehmen

Mit Kurkuma abnehmen ist durchaus möglich. Allerdings darf es nicht als direktes Mittel um seine Traumfigur zu erreichen angesehen werden. Vielmehr wirkt es indirekt bei der Gewichtsabnahme, indem es den Körper bei der Verbrennung des viszeralen Fetts unterstützt – und zwar auf eine nicht zu vernachlässigende Weise.

Viele Menschen schaffen es nicht, ihr Bauchfett loszuwerden, weil das dort ansässige viszerale Fett Giftstoffe einlagert und ausstößt, sobald es als Energiequelle verbrannt wird. Daher sträubt sich der Körper in manchen Fällen vehement gegen seine eigene Fettverbrennung, weil der Körper der darauffolgenden Flut an Giften nicht gewachsen ist.

Kurkuma liefert jede Menge Vitalstoffe, die als Antioxidantien fungieren und entzündungshemmend, sowie ausleitend wirken. Man könnte also sagen, dass Kurkuma den Körper auf die Belastung der Fettverbrennung vorbereitet.

Ferner ist das Gewürz in der Lage, die Blutwerte zu verbessern, indem es zu hohe Blutzucker- und Cholesterinwerte herabsenkt. Das allein hat eine positive Auswirkung auf den Stoffwechsel, da zum Beispiel Heißhungerattacken reduziert werden. Letztendlich ist der Gelbwurz auch aufgrund der verdauungsfördernden Eigenschaften ein Faktor beim Gewichtsverlust.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma ist in der Lage die Verbrennung des Bauchfetts zu unterstützen, indem es die freigewordenen Giftstoffe aus dem viszeralen Fett eliminiert. Zudem verbessert es die Blutwerte und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus.

Kurkuma für die Haut

Kurkuma für die Haut - Mit Aloe Vera und Limette ideal

Dank des gelb-orangefarbenen Pflanzenstoffs Curcumin kann die Kurkuma Einnahme einen positiven Effekt auf die Haut haben. Dieser wirkt nämlich in erster Instanz antientzündlich, wodurch sich die Bildung von Unreinheiten oder Pickeln massiv verringert. Deswegen wird Kurkuma in der ayurvedischen Tradition nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als Bestandteil mehrerer äußerer Anwendungen hergenommen.

Innerlich hat insbesondere die antioxidative „Kurkuma Wirkung Haut“ einen erheblichen Einfluss auf den Alterungsprozess. Die Haut ist letztlich das erste Körperorgan, an welchem sichtliche Altersspuren zu sehen sind. Curcumin verlangsamt die Faltenbildung und schützt die Haut vor einem natürlichen Verschleiß. Hinzukommt, dass das gelbe Gewürz stimulierend auf die Kollagenproduktion wirkt. Ergo: Du bekommst eine festere, elastischere und gesündere Haut mit einem schöneren Teint.

Nicht zu vergessen ist auch die entgiftende Wirkungsweise. Die Haut ist immer auch als Indikator für unseren inneren Vergiftungsgrad zu betrachten. Ein hohes Aufkommen von Unreinheiten, Pickel und Irritationen deutet also auf eine zu hohe Immunaktivität im Körper hin. Und da Kurkuma die Leber unterstützt und Schwermetalle aus dem Körper ausleitet, profitiert letztlich auch dein Hautbild davon.

Unterm Strich ist die Wirkung von Kurkuma auf unsere Haut so stark, dass es in einigen Teilen Indiens zur festen Tradition der Damen gehört, sich eine Woche vor der Hochzeit täglich mit einer Kurkuma Gesichtsmaske zu pflegen.

Kurkuma Haut Gesichtsmaske

Eine sehr effektive Gesichtsmaske setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen:

  • 4 EL Kurkuma
  • 125 ml Vollmilch
  • 3 EL Honig
  • ½ Tasse Haferflocken

Verrühre alle Zutaten zu einer Masse und trage sie für etwa 30-45 Minuten nicht allzu dick auf dein Gesicht auf. Anschließend kannst du sie mit warmen Wasser abwaschen.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma verlangsamt den Alterungsprozess und verhindert Akne aufgrund der antientzündlichen und antimikrobiellen Wirkungsweise. Auch die Kollagenproduktion wird durch die Einnahme angeregt.

Kurkuma für die Haare

Der Einsatz von Kurkuma für die Haare ist etwas tückisch. Denn auf der einen Seite sind die Wirkstoffe der Gelbwurz Knolle enorm hilfreich bei Schuppenproblemen und greifen der Kopfhaut bei der Regeneration unter die Arme. Auf der anderen Seite jedoch tötet Curcumin die Haarfollikel ab, was bei einer längeren Anwendung zu einem Ausfall des Haares führt. Für Frauen stellt Kurkuma insofern eine wunderbare Hautpflege für das Gesicht und für andere Körperbereiche dar. Die Haare sollten jedoch nicht allzu häufig mit Kurkuma gepflegt werden.

Für eine natürliche Kurkuma Haare Spülung hat sich folgende Rezeptur besonders hervorgetan:

  • 1 TL Kurkuma
  • 2 EL Olivenöl

Vermische beide Zutaten zu einer flüssigen Masse und massiere sie vor dem Duschen in die Haare ein. Nach einer Einwirkzeit von 15 Minuten spätestens solltest du die Spülung mit warmen Wasser und mit Shampoo auswaschen. Sofern du dies nicht zu häufig tust, werden deine Haare natürlich nicht ausfallen. Man sagt, dass für den Haarverlust eine tägliche Behandlung über einen Monat hinweg notwendig sei.

Kurz zusammengefasst:

Curcumin hilft insbesondere bei Schuppenproblemen, kann aber bei zu regelmäßiger Anwendung die Haarfollikeln abtöten.

Kurkuma Blutdruck: Herz und Gefäße profitieren

Zutaten für einen Kurkuma-Latte

Kurkuma ist in der natürlichen Medizin äußerst beliebt, weil es eine blutverdünnende Wirkung hat und sogar – was die Wirksamkeit angeht – mit diversen Medikamenten mithalten kann. Und da eine Blutverdünnung immer auch den Blutdruck absenken lässt, ist eine tägliche Behandlung mit Kurkuma bei entsprechenden Leiden rund um den Kreislauf äußerst sinnvoll. So wurde in einer koreanischen Studie aus dem Jahr 2012 herausgefunden, dass der Wirkstoff Curcumin möglichst täglich eingenommen werden sollte, um die Fließeigenschaften des Blutes möglichst lange in einem gesunden Rahmen zu erhalten. (Studie: Kim DC et al., Anticoagulant activities of curcumin and its derivative, BMB Reports, April 2012)

Hintergrund für diese Wirkungsweise ist die Tatsache, dass Curcumin das Endothel am Herzen stärkt, welches wiederum am Nährstoffaustausch und am Blutdruck in den Gefäßen beteiligt ist. Doch weil der Gelbwurzextrakt nicht nur das Endothel stärkt, sondern auch den Cholesterinspiegel zu senken vermag, sollte Kurkuma bei jeglicher Art von Herzbeschwerden ein Teil deiner Ernährung sein.

Kurz zusammengefasst:

Curcumin senkt den Blutdruck, indem es das Blut verdünnt. Hinzukommt eine Stärkung des Endothels und eine Senkung des Cholesterinspiegels.

Kurkuma gegen Krebs

Eines der wohl bedeutendsten Eigenschaften von Curcumin ist wohl die Verhinderung und Rückbildung von Tumoren. Der Wirkstoff ist nämlich dazu in der Lage, in den Transkriptionsprozess verschiedener Tumorfaktoren einzugreifen. Letztendlich verhindert er die Tumorbildung, indem es diese Faktoren einfach ausschaltet. Die Rechnung ist einfach: keine aktiven Transkriptionsfaktoren für Tumoren, keine Tumorbildung.

Hinzukommt, dass Curcumin die Zellmembranen stärkt und dadurch Krebserreger von dem Zellkern abwehrt. Besonders spannend ist, dass der sekundäre Pflanzenstoff gezielt die gesunden Zellen stärkt, während er kranke bzw. krebsbefallene Zellen einfach ignoriert, ja sogar noch zusätzlich schwächt.

Kurz zusammengefasst:

Curcumin greift in den Transkriptionsprozess von Krebszellen ein und stoppt diesen einfach. Zudem stärkt es die Zellwände gesunder Zellen und schwächt die Zellwände von kranken Zellen.

Kurkuma gegen Alzheimer

Curcumin hat eine ganz fundamentale Eigenschaft, die es dem Wirkstoff erlaubt, die Zellen in unserem Gehirn positiv zu beeinflussen. Es kann nämlich die Blut-Hirn-Schranke durchqueren und anschließend auch im Hirn seine antioxidativen, entzündungshemmenden und blutverdünnenden Stärken ausspielen.

So wurde recht schnell die Schlussfolgerung gezogen, dass die Einnahme von Kurkuma bzw. Curcumin bei der Bildung von Alzheimer (also einer oxidativen Zelldegeneration) vorbeugend oder heilend sein kann.

In einer Studie aus dem Jahr 2018 wurde diese Vermutung bestätigt, allerdings ist es bis heute unklar, ob Kurkuma allein die Kraft hat, Alzheimer vollständig zu heilen – insbesondere dann, wenn die Krankheit bereits in einem fortgeschrittenen Stadium ist. (Studie: Chen M et al, Use of curcumin in diagnosis, prevention, and treatment of Alzheimer's disease, Neural Regeneration Research, 2018 Apr; 13(4): 742752.)

Kurz zusammengefasst:

Curcumin kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und somit antioxidativ und entzündungshemmend im Gehirn wirken. Allerdings ist nicht ganz klar, ob die Wirkung stark genug ist, um Alzheimer vollständig zu vermeiden bzw. zu heilen.

Kurkuma gegen Arthrose

Speziell bei der Arthrose ist die Studienlage etwas unklar, wobei die Tendenz jedoch klar in Richtung einer heilenden oder zumindest schmerzlindernden Wirkung geht. So wurde eine Doppelblind-Studie mit 40 Arthrose-Patienten (moderat) aus dem Jahr 2014 festgestellt, dass die Einnahme von 1500 mg Curcumin innerhalb von sechs Wochen eine spürbar bessere Beweglichkeit und Schmerzfreiheit bei den Probanden hinterlassen hat. Die Placebogruppe hingegen konnte von keinerlei Zustandsverbesserungen berichten (Studie: Panahi Y et al., Curcuminoid treatment for knee osteoarthritis: a randomized double-blind placebo-controlled trial, Phytotherapy Research, 2014 Nov;28(11):1625-31).

Ähnliches wurde in einer japanischen Studie aus demselben Jahr festgestellt, bei der die Probanden über 8 Wochen hinweg gerade mal 180 mg Curcumin verabreicht bekommen haben (Studie: Nakagawa Y et al., Short-term effects of highly-bioavailable curcumin for treating knee osteoarthritis: a randomized, double-blind, placebo-controlled prospective study, Journal of Orthopaedic Science: The official journal of the Japanese Orthopaedic Association, 2014 Nov;19(6):933-9).

Anders sieht es wiederum bei zwei Studien aus, die an Knie-Arthrose-Patienten durchgeführt worden ist. Während die eine Studie mit zwei Gruppierungen (Curcumingruppe und Ibuprofengruppe) in jeweils beiden Gruppen nahezu identische Ergebnisse nach einer vierwöchigen Einnahme feststellte (Studie: Kuptniratsaikul V et al., Efficacy and safety of Curcuma domestica extracts compared with ibuprofen in patients with knee osteoarthritis: a multicenter study, Clinical Interventions in Aging, 2014 Mrz 20;9:451-8), konnte eine andere Studie ein Jahr später keine signifikanten Verbesserungen in Schmerzempfinden oder in der Beweglichkeit bei den Probanden beobachten (Studie: Rahimnia A et al., Impact of Supplementation with Curcuminoids on Systemic Inflammation in Patients with Knee Osteoarthritis: Findings from a Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Trial, Drug Research (Stuttg.), 2015 Oct;65(19).

Letzten Endes können wir nicht hundertprozentig sicher sein, dass Kurkuma Arthrose heilen kann. Wovon wir aufgrund der Studienlage jedoch ausgehen können ist, dass es zumindest besänftigend auf Schmerzen und leicht beflügelnd auf die Beweglichkeit einwirkt.

Doch warum kann Kurkuma Arthrose besänftigen? Hintergrund scheint vor allem der Anstieg der SOD- und Glutathionsspiegel zu sein, während der oxidative Stress in den Gelenken weniger wird. Auf diese Weise sinkt der Verschleiß und das zentrale Nervensystem fährt das Schmerzempfinden herunter, da es die Bewegung in den Gelenken wieder als „sicherer“ einstuft.

Kurz zusammengefasst:

Mehrere Studien deuten darauf hin, dass sich die Kurkuma Einnahme positiv auf die Gelenkmobilität auswirkt und Arthrosesymptome zumindest lindern kann. Es gibt jedoch auch Studien, die keine signifikante Arthrose-Linderung feststellen konnten.

Die Wirkung von Kurkuma potenzieren

Kurkuma allein ist bereits sehr machtvoll. Machtvoller wird das traditionelle indische Gewürz aus der Gelbwurz Knolle jedoch dann, wenn man zwei Tricks anwendet. Zunächst solltest du immer ein wenig gesundes Fett dazu essen wie zum Beispiel Avocados, Kokosöl, Olivenöl usw. Kurkuma ist nämlich nicht wasserlöslich und muss im Magen durch Fettsäuren aufgespalten werden.

Der zweite Trick besteht darin, Kurkuma immer mit schwarzem Pfeffer zu mischen. Das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin potenziert die Wirkung von Kurkuma um ein Vielfaches (manche Quellen sprechen von einer 2000fach stärkeren Bioverfügbarkeit).

Kurz zusammengefasst:

Mische Kurkuma mit Fett und schwarzem Pfeffer, um die Bioverfügbarkeit um ein Vielfaches zu erhöhen.

Kurkuma Schwangerschaft: alles unbedenklich?

Viele Frauen nehmen Kurkuma in der Schwangerschaft

Das reine Gewürz aus der Kurkuma Pflanze ist selbstverständlich auch in der Schwangerschaft völlig unbedenklich und es gibt keine Argumente, die gegen die Einnahme sprechen – immerhin ist die Liste an positiven Wirkstoffen endlos lang.

Doch während Kurkuma in der Schwangerschaft keine Probleme bereiten sollte, ist die wissenschaftliche Lage bei einem Curcuminpräparat nicht ganz klar. Deswegen wird weiterhin empfohlen, dass Schwangere kein hochkonzentriertes Curcumin zu sich nehmen sollen, auch wenn es bei Tierversuchen keinerlei Komplikationen gab.

Kurz zusammengefasst:

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Kurkuma Einnahme während der Schwangerschaft, allerdings gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die die Unbedenklichkeit von Curcuminpräparaten ausreichend stützen.

Kurkuma Stillzeit: ebenfalls unbedenklich?

Leider gilt die gleiche Regel wie bei der Schwangerschaft auch für die Stillzeit. Unterm Strich gibt es keine genauen Gründe, weshalb man auf Kurkuma/Curcumin verzichten sollte. Offiziell wird jedoch von einer hohen Kurkumaeinnahme bzw. Curcumineinnahme als Präparat abgeraten, weil die Studienlage noch unklar ist.

Kurz zusammengefasst:

Auch bei der Stillzeit ist sich die Wissenschaft noch nicht sicher und rät daher von einer hohen Kurkuma Einnahme bzw. einer Einnahme von Curcumin als Präparat in dieser Zeit ab.

Kurkuma bei Histaminintoleranz

Tatsächlich musst du dir bei „Kurkuma Histamin“ keine Sorgen machen. Auch wenn es zu den eher wärmeren Gewürzen gehört, von denen viele Histamin enthalten, ist Kurkuma sogar äußerst gut bei einer Intoleranz verträglich.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma ist bei einer Histaminintoleranz wunderbar verträglich.

Kurkuma Hund: Ist das Gewürz auch für Tiere gesund?

Glücklicherweise gelten all die positiven Eigenschaften der Kurkuma Pflanze nicht nur für den Menschen, sondern auch für die Tierwelt. So entlastet es das Immunsystem, unterstützt die Verdauung und stärkt Augen, Gelenke, Blutkreislauf, sowie Leberfunktion. Ja sogar bei einem Tumor wird empfohlen, dem (Haus)Tier bis zu 2 Teelöffel Kurkuma pro Tag zu verabreichen. In diversen Tierfutter ist Kurkuma sogar bereits Bestandteil.

Kurkuma für Hunde sollte möglichst in Form von Pulver, einer Paste oder Tropfen zum normalen Futter beigemischt werden. Bei der Dosierung gilt der Grundsatz, dass gesunde Hunde etwa 100 mg Kurkuma pro 5 Kilogramm Körpergewicht pro Tag einnehmen sollten. Kranke Hunde bzw. Tiere sollten gar die doppelte Menge bekommen.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma ist sowohl für Hunde, als auch für andere Tiere äußerst gesund, indem es eine Reihe von wichtigen Körperfunktionen stärkt und bei der Heilung diverser Krankheiten hilft.  

Kurkuma und Gerstengras kombinieren: sinnvoll oder nicht?

Gerstengras und Kurkuma zählen beide zu den beliebtesten Superfoods auf dem Planeten. Sie sind preiswert und voll von unzähligen Vitalstoffen. Während Kurkuma eher auf molekularer Ebene wirkt und oxidativen Stress reguliert, ist Gerstengras eines der vitamin- und mineralreichsten Lebensmittel der Welt.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll beide Superfoods zu kombinieren und von der symbiotischen Wirkung zu profitieren. Zusammen regen sie zudem den Stoffwechsel an und fungieren als Katalysator für eine natürliche Entgiftung.

Um beide Superfoods gleichzeitig einzunehmen, empfehlen wir dir den Verzehr von Kapseln, weil der kombinierte Geschmack eher gewöhnungsbedürftig ist. Alternativ kannst du aber auch einen Smoothie mit anderen Lebensmittel wie zum Beispiel Orangen und Kokosöl zubereiten.

Ein sehr leckeres Rezept setzt sich wie folgt zusammen:

  • 2 TL Gerstengras
  • ½ TL Kurkuma
  • 1 Glas Orangensaft
  • 1 TL Kokosöl
  • Prise Salz

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma und Gerstengras stellen eine sehr potente Mischung dar und sollten daher in Form von Kapseln oder Smoothies gemeinsam verzehrt werden.

Kann man Kurkuma roh essen?

Selbstverständlich spricht nichts dagegen, Kurkuma roh zu verzehren. Wenn du den Geschmack magst, kannst du die frische Knolle ähnlich wie Ingwer verwenden und sie gerieben zu jedem beliebigen Gericht hinzufügen.

Indes solltest du immer (auch beim Pulver, Gewürz oder bei Curcuminprodukte) darauf achten, dass es sich um Bio Kurkuma handelt. Immerhin möchtest du die entgiftende Wirkung nicht gleich wieder zunichtemachen, indem du Kurkuma verzehrst, welcher voll von Pestiziden usw. ist.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma ist sowohl roh, als Gewürz, sowie auch als Kapsel-(Präparat) genießbar.

Wie schmeckt Kurkuma?

Der Kurkuma Geschmack könnte allgemein als leicht bitter, warm und nussig beschrieben werden. Allerdings ist sowohl die frische Knolle, sowie auch das Pulver nicht so scharf wie die verwandte Ingwerknolle, sondern weitaus milder.

Am besten passt Kurkuma zu diversen Gerichten mit Geflügel, Linsen und Reis. Insbesondere in der indischen Küche findet es sehr viel Verwendung.

Kurz zusammengefasst:

Kurkuma hat einen bitteren, mild-nussigen Geschmack und gilt als wärmendes Gewürz.

Abschließende Worte

Kurkuma erlebte einen kometenhaften Aufstieg – und das zurecht. Die Knolle liefert in Form von Curcumin und vielen weiteren Vitalstoffen echtes Heilungspotenzial bei ernsten Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer. Hinzukommt, dass sie gesund für den Darm und für das Herz ist.

Insofern ist es immer eine gute Idee, seine Mahlzeiten mit ein wenig Kurkuma aufzupeppen. Für einen intensiven medizinischen Nutzen jedoch muss Kurkuma oder dessen Hauptwirkstoff Curcumin in höheren Dosen eingenommen werden, weswegen wir dir hochdosierte Kapseln als Nahrungsergänzung ans Herz legen.

Positiv ist, dass Nebenwirkungen erst dann ein Thema werden, wenn man es wirklich mit der Dosierung übertreibt (d.h. ab 8 Gramm pro Tag). Ansonsten brauchst du dir keinerlei Sorgen zu machen!

Wir hoffen, dass dir dieser Artikel alle wichtigen Informationen rund um Kurkuma liefern konnte und wünschen dir viel Spaß und Gesundheit mit dem südasiatischen Wundergewürz.

Kurkuma FAQ

Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Kurkuma:

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