Bluthochdruck - Werte, Symptome, Ursachen & Tipps

by Alex Holzhammer
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Bluthochdruck - Werte, Symptome, Ursachen & Tipps

Bluthochdruck – eines der wohl größten Leiden auf der ganzen Welt. Allein in Deutschland leiden zwischen 20 bis 30 Millionen Menschen an dieser Krankheit und schweben somit in erhöhter Gefahr, diverse Folgeerkrankungen wie beispielsweise einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu erleiden.

Die gleichzeitig gute und schlechte Nachricht: Bluthochdruck wird in den allermeisten Fällen durch den eigenen Lebensstil hervorgerufen. In vielen Fällen sind Betroffene daher für jegliche Probleme, die mit Bluthochdruck verbunden sind, selbst verantwortlich.

Das bedeutet allerdings auch zeitgleich, dass es viele Möglichkeiten gibt, um aus eigener Kraft für Besserung zu sorgen.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, was es mit der Herz-Kreislauf-Erkrankung auf sich hat und welche Wege der Diagnose, Behandlung und Vorbeugung es gibt. 

Was ist Bluthochdruck?

Um den Begriff Bluthochdruck (Fachmännisch: Hypertonie) zu definieren, braucht es kein medizinisches Genie. Denn letzten Endes geht es nur darum, dass bei jedem Herzschlag, wenn Blut aus dem Herzen in die Arterien, Adern und Gefäße gepumpt wird, ein erhöhter Druck auf die Gefäßwände ausgeübt wird.

Dabei wird wiederum zwischen zwei Unterarten unterschieden:

  1. Der systolische Blutdruck
  2. Der diastolische Blutdruck

Während der systolische Blutdruck jenen Druck beschreibt, der entsteht, wenn sich das Herz sich zusammenzieht und dadurch Blut in die Aorta und letztendlich in den Blutkreislauf hineinbefördert, entsteht der diastolische Druck, wenn sich das Herz wieder ausdehnt und sich erneut mit Blut befüllt.

Diastolischer und systolischer Blutdruck

Der systolische Blutdruck ist stets höher, weil dieser dafür verantwortlich ist, dass der menschliche Kreislauf in Gang gehalten wird. Der diastolische Blutdruck hingegen hat zur Aufgabe, das Herz laufend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen.

Darüber hinaus gibt es eine Unterscheidung diverser Blutdruckleiden, je nachdem in welchen Organen es zum erhöhten Druck kommt. So spricht man bei Bluthochdruck in der Lunge von pulmonaler Hypertonie bzw. von Lungenhochdruck.

Im Volksmund oder in den aller meisten Fällen kommt es aber zur „klassischen“ arteriellen Hypertonie, womit der Druck auf die Arterien im gesamten Körper gemeint ist.

Kurz zusammengefasst:

Bluthochdruck ist eine weit verbreitete Volkskrankheit, welche sich durch einen erhöhten Druck auf die Blutgefäße, Arterien und Adern bemerkbar macht.

Blutdruck als ständig schwankendes Phänomen

Wichtig zu wissen ist, dass der Blutdruck stetigen Schwankungen unterliegt. In der einen Sekunde noch ruhig und entspannend, kann er bereits in der nächsten Sekunde in die Höhe schießen.

Grund dafür ist, dass sich der Herzschlag stets an die körperliche Belastung bzw. an jede innere Befindlichkeit anpasst. Aufregung und Anstrengung führen zu einem temporär erhöhten Blutdruck, Schlaf und Entspannung auf der anderen Seite haben einen niedrigeren Blutdruck zur Konsequenz.

Ein zeitweise erhöhter Puls ist alles andere als bedenklich und gehört sogar zu einem gesunden und aktiven Lebensstil dazu.

Merke dir:

Wenn man von Bluthochdruck als potenziell gefährliche Krankheit spricht, meint man immer den zu hohen Druck im Ruhepuls.

Gutartige und bösartige Hypertonie

Eine weitere Unterscheidung im Bereich des Bluthochdrucks nimmt man zwischen gutartig und bösartig vor (oder: benigne und maligne Hypertonie). Während die benigne Hypertonie einen erhöhten Blutdruck ohne exzessive bzw. krisenhafte Verschlechterungen darstellt, kann der Blutdruck bei einer malignen Hypertonie auf über 120 mmHg !diastolisch! (siehe Tabelle) ansteigen. In diesem Falle sterben etwa 95% der Betroffenen in nur 5 Jahren, wenn die Krankheit nicht fachgemäß behandelt wird.

Die Blutdruck-Tabelle

Da sich der Blutdruck über eine recht breite Spanne erstrecken kann, nimmt man eine Unterscheidung zwischen mehreren Schweregraden vor. Beispielsweise kann der systolische Blutdruck von etwa 80 mmHg bis hinauf zu über 180 mmHg schießen. Aus medizinischer Sicht ist alles, was sich unter 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch befindet, ideal.

Anschließend unterteilt man den Bluthochdruck in folgenden Kategorien: Normal, Hoch-Normal, Hypertonie Grad 1, Hypertonie Grad 2, Hypertonie Grad 3. In der Tabelle lässt sich haargenau ablesen, welche mmHg Anzahl zu welcher Kategorie gehört.

Tabelle: Blutdruckwerte für Erwachsene

(mmHg = Millimeter Quecksilbersäule)

Warum ist Bluthochdruck so gefährlich?

Ein erhöhter Blutdruck kann eine Reihe von lästigen und unangenehmen Symptomen hervorrufen. Solange es dabei bleibt, könnte man fast meinen, dass „es gar nicht so schlimm ist", wären da nicht gewisse Langzeitfolgen und erhöhte Risiken für wirklich gefährliche Körperreaktionen.

Grundsätzlich ist immer davon auszugehen, dass Bluthochdruck die Gefäße in allen wichtigen (und unwichtigen) Organen beschädigt.

Insbesondere das Gehirn, das Herz, die Nieren und sogar die Augen sind davon betroffen. Lass uns an dieser Stelle einen genaueren Blick auf die schwerwiegenden Folgen eines zu hohen Blutdrucks eingehen.

Arteriosklerose

Ein Leiden, bei dem die Gefäße und Adern verkalken und nicht genügend Blut hindurchlassen. Häufig gleitet das Problem in einen Teufelskreis, da verengte Gefäße allein den Blutdruck erhöhen, wodurch sich wiederum die Gefäße weiter verengen.

Arteriosklerose durch Bluthochdruck

Dieses Phänomen tritt häufig bei Personen mit einer schlechten Ernährung und einem hohen LDL-Cholesterinspiegel auf. Aus einer Arteriosklerose kann im zweiten Schritt eine Herzinsuffizienz (Herz hat nicht genug Kraft, alle Gefäße zu erreichen) oder eine Herzrhythmusstörung resultieren.

Im aller schlimmsten Fall wäre sogar ein Herzinfarkt im Bereich des Möglichen.

Schlaganfall

"Schlaganfälle treten plötzlich und völlig unverhofft in Erscheinung" – wirklich? Denn in der Regel ist es so, dass Bluthochdruckpatienten eine ungleich höhere Wahrscheinlichkeit haben, einen Schlaganfall zu erleiden. Dies hängt vor allem mit der verminderten Durchblutung zusammen, die letztendlich auch kleinste Hirngefäße betreffen.

Ergo: Teile des Gehirns bekommen zu wenig Sauerstoff und der Körper erfährt den gefürchteten Shutdown.

In einem anderen Szenario könnte ein plötzlicher Anfall ausbleiben, dafür aber eine umso schnellere Entwicklung von Demenz eintreten. Denn sobald verschiedene Hirnbereiche über längeren Zeitraum, ja sogar über Jahre, mit zu wenig Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen versorgt werden, sterben diese logischerweise früher ab. Dieses Phänomen wird auch als „vaskuläre Demenz“ bezeichnet.

Nierenschädigungen

Bei einem chronisch hohen Blutdruck sterben Gefäße in einem hohen Ausmaß ab – und das im gesamten Körper. Diese abgestorbenen Gefäße müssen mit ihren Abfallstoffen über die Nieren ausgeschieden werden.

Die Gleichung ist auch hier logisch, denn je mehr Gefäße absterben, desto eher werden auch die Nieren strapaziert, was letztendlich zu einer Niereninsuffizienz führen kann.

Darüber hinaus darf man nicht vergessen, dass auch wichtige Gefäße der Niere bei einem zu hohen Blutdruck nicht ausreichend versorgt werden können; was erschwerend hinzukommt.

Schädigungen verschiedener Körperteile

Dort wo Durchblutungsstörungen auftreten, liegt das Absterben oder die Schädigung von Gefäßen nicht mehr fern. Davon sind insbesondere die Arme Beine betroffen, da diese am weitesten vom Herzen entfernt sind.

Ein häufiges Phänomen von Bluthochdruckpatienten ist daher die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit. Tückisch hierbei ist, dass das erste Stadium kaum bemerkbar ist und Betroffene erst in einem fortgeschrittenen Stadium unter enormen Schmerzen leiden.

Weil eine periphere arterielle Verschlusskrankheit auch Schlagadern betrifft, die das Gehirn oder das Herz versorgen, ist eine Todesursache bei rund 75% aller Betroffenen ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall.

Ähnlich wie die Beine können auch die Augen unter einen zu hohen Blutdruck leiden. Durch die Schädigung der Netzhaut vermindert sich das Sehvermögen und dadurch auch das allgemeine Wohlbefinden. Gute Augen sind nämlich elementar wichtig für eine gute Koordination, sowie für eine maximale Energiefreisetzung des zentralen Nervensystems. In diesem Falle spricht der Mediziner von einer hypertensiven Retinopathie

Innere Blutungen

Mitunter eine der schlimmsten Folge von Bluthochdruck ist eine innere Blutung. Diese entsteht, wenn sogenannte Aneurysmen (Aussackungen an den Blutgefäßen) durch den dauerhaften Druck platzen.

Sobald jene Aneurysmen in der Nähe der Hauptschlagader platzen, ist die Gefahr umso größer. Passiert dies im Gehirn, so spricht man von einem hämorrhagischen Schlaganfall.

Die hypertensive Krise

Wenn ein Bluthochdruckpatient plötzlich einen extrem erhöhten Blutdruck von über 230 mmHg systolisch und über 130 mmHg diastolisch bekommt, spricht man von einer hypertensiven Krise. In diesem Fall kommt es nahezu umgehend zu starken Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.

Der Auslöser dafür kann verschiedener Natur sein, häufig ist jedoch eine Nierenkörperentzündung verantwortlich. Sofern im Falle einer hypertensiven Krise bereits andere Organschädigungen bekannt sind oder das Gefühl von starker Enge in der Brust (Angina pectoris) bemerkt wird, besteht Lebensgefahr! Du solltest in solch einem Fall also sofort den Notarzt rufen.

Neben Bluthochdruckbetroffenen können in seltenen Fällen auch Menschen mit normalen Blutdruckwerten eine hypertensive Krise erleiden.

Kurz zusammengefasst:

Durch Bluthochdruck kommt es häufig zu:

  • Arteriosklerose
  • Schlaganfällen
  • Nierenbeschädigungen
  • Inneren Blutungen
  • Einer hypertensiven Krise
  • Beschädigten Gefäßen

Bluthochdruck messen

Der sicherste Weg, Bluthochdruck festzustellen, ist ihn zu messen – das ist logisch. Wie das genau funktioniert, erklären wir dir in diesem Abschnitt.

Eines solltest du jedoch beachten: Eine einmalige Messung ist nicht aussagekräftig.

Diese könnte durch zeitweise Nervosität oder durch andere Umstände abweichen. Daher ist eine mehrmalige (dreimalige) Messung zu verschiedenen Zeitpunkten, oder aber eine Langzeitmessung über die Spanne eines ganzen Tages sinnvoll.

Zum eigenständigen Blutdruckmessen braucht es in erster Linie eine Blutdruckmanschette. Eine Pulskontrolle mit dem Finger wäre nämlich viel zu ungenau. Anschließend gehst du wie folgt vor:

  • Setze dich hin und entspanne dich für 5 Minuten.
  • Die Manschette sollte Luftleer sein.
  • Bringe die Manschette nun an deinen Oberarm auf Herzseite an und vermeide starke Bewegungen.
  • Stelle die Manschette auf die richtige Breite ein. Diese sollte etwa die Hälfte des Oberarmumfangs sein.
  • Nun wird die Manschette aufgepumpt, bis der Druck größer als der arterielle Druck ist.
  • Anschließend wird der Druck abgelassen und auf der Anzeige lässt sich der Druck, mit dem das Blut durch die Adern wieder fließen kann, angezeigt.

Bluthochdruck erkennen (Symptome)

Bluthochdruck lässt sich anhand der Symptome kaum eindeutig spezifizieren, wodurch sich Betroffene häufig einer plötzlichen Überraschung in Form eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls gegenübersehen – das macht den Bluthochdruck zu einer solch heimtückischen Angelegenheit. Oft bleibt er bis zum ersten Super-GAU unbemerkt.

Um dieser „stillen Gefahr“ entgegenzuwirken, lohnt sich ein Besuch beim Arzt auf alle Fälle, wenn diverse Symptome häufiger auftreten. Dazu gehören:

  • Schwindel
  • Nervosität
  • Nasenbluten
  • Kurzatmigkeit
  • Gerötetes Gesicht
  • Übelkeit
  • Ohrensausen
  • Chronische Müdigkeit
  • Kopfschmerzen

Gerade, wenn du dich nach dem Schlafen häufig schlecht und gerädert fühlst und dazu noch unter Hinterkopfschmerzen leidest, kann dies ein Anzeichen auf einem im Schlaf anhaltenden erhöhten Blutdruck sein.

Falls dies der Fall sein sollte, wird dir auch das Durchschlafen bzw. das Einschlafen sehr schwerfallen, weil eine gewisse Anspannung ständig vorhanden ist.

Kurz zusammengefasst:

Die Symptome von Bluthochdruck sind weit verbreitet, weshalb er oft erst spät diagnostiziert wird. Eine regelmäßige Überprüfung ist ratsam.

Ursachen für Bluthochdruck

Um den Ursachen von Bluthochdruck genauer auf den Grund gehen zu können, müssen wir zunächst eine weitere Unterscheidung vornehmen; nämlich zwischen:

  • Primäre Hypertonie
  • Sekundäre Hypertonie

Primäre Hypertonie

Diese Form des Bluthochdrucks tritt in etwa 90% aller Fälle auf und definiert sich darüber, dass keine andere Krankheit der Auslöser für den erhöhten Druck auf die Gefäße ist. Somit kann man sagen, dass der erhöhte Blutdruck eigenständig auftritt und auch als Ursache für Folgeerkrankungen in Frage kommt.

Die Ursachen für einen primären Bluthochdruck sind neben einer genetischen Disposition (also einer genetischen Neigung zu Bluthochdruck) vor allem einem suboptimalen Lebensstil geschuldet. Viel Alkohol, ein hoher Tabakkonsum, Übergewicht gepaart mit einer zucker- und transfettreichen Ernährung und ein übermäßiger Salzverzehr können auf lange Sicht zum Bluthochdruck führen.

Auch ein allgemein höheres Alter und der oftmals damit einhergehende Bewegungsmangel zählen zu den Ursachen.

Hinzu kommt, dass auch Stress einen enormen Einfluss ausüben kann. Allerdings müssen wir dazu anmerken, dass Stress allein nicht als alleinige Ursache gilt, sondern vielmehr als Initiator, wenn ohnehin schon eine Prädisposition bzw. eine Neigung zu Bluthochdruck vorhanden ist.

Lesetipp: Leidest du unter Stress? Mit diesen 14 Maßnahmen gehst du dagegen vor.

Der Lebensstil spielt eine ganz entscheidende Rolle bei der Entwicklung von primärem Bluthochdruck. Daher ist es leicht nachzuvollziehen, dass Hypertonie mit dem Auftreten von Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten und Typ-2-Diabetes korreliert. Ein gemeinsames Auftreten aller vier Erkrankungen wird im Medizinerkreisen auch als Metabolisches Syndrom bezeichnet.

Ungesunde Ernährung fördert Bluthochdruck

Insgesamt lassen sich also folgende Ursachen für die primäre Hypertonie ausmachen:

  • Zu viel Alkohol
  • Stark salzhaltige Ernährung
  • Viel rauchen
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Hohes Alter
  • Kaliummangel
  • Stress
  • Genetisch bedingte Neigung
Kurz zusammengefasst:

In der Regel ist eine ungesunde Ernährung, Genussmittel und zu wenig Bewegung der Grund für die Entstehung von primärem Bluthochdruck.

Sekundäre Hypertonie:

Hierbei tritt Bluthochdruck eher als Konsequenz, oder als Begleitsymptom einer anderen Krankheit auf. Schilddrüsenfunktionsstörungen, Nierenerkrankungen oder verschiedene Stoffwechselprobleme können zum Beispiel einen Einfluss auf den Blutdruck haben.

Häufig sind es Verengungen in gewissen Organen wie zum Beispiel in der Niere oder in der Hauptschlagader, die der Hypertonie vorausgehen. Insbesondere Zystennieren oder chronische Glomerulonephritis haben einen negativen Einfluss auf den Blutdruck.

Ein weiteres Problem betrifft hingegen den Schlaf. Viele Menschen, die unter dem Schlafapnoe-Syndrom leiden, leiden ebenfalls unter einem zu hohem Stressaufkommen im Schlaf, was einen erhöhten Blutdruck während der wichtigsten Ruhephase des Körpers provoziert.

Letztendlich sind es aber auch diverse hormonelle Funktionsstörungen, die zu den Ursachen zählen, wie zum Beispiel das Cushing-Syndrom, bei welchem zu viel Kortisol (Stresshormon) produziert wird.

Weitere hormonbedingte Ursachen können sein:

  • Akromelagie (unkontrollierte Produktion von Wachstumshormonen, bedingt durch gutartige Tumoren in der Hirnhangdrüse)
  • Androgenitales Syndrom (Stoffwechselkrankheit, bei der zu viel Kortisol und Aldosteron gebildet wird)
  • Primärer Hyperaldosteronismus (Ebenfalls eine Bildung von zu viel Aldosteron)
  • Phäochromozytom (gutartiger Tumor in der Nebenniere)

Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass ein erhöhter Bluthochdruck durch verschiedene Medikamente oder Drogen hervorgerufen werden kann. So können Amphetamine, Kokain aber auch mit Abstrichen Cannabis den Blutdruck so stark erhöhen, dass er sowohl kurz- als auch langfristig gefährlich werden kann.

Kurz zusammengefasst:

Erkrankungen wie Schlafapnoe und Erkrankungen und Verengungen der Organe können ebenfalls einen Bluthochdruck auslösen.

Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Die gute Nachricht lautet: Du kannst allein durch deinen Lebensstil bereits eine ganze Menge bewirken!

... wenn du Disziplin und Willen an den Tag legst und im Alltag mehrere Faktoren berücksichtigst, die entweder dazu beitragen, dass der Blutdruck gesenkt wird, oder aber eine Erhöhung verhindern.

Sollte das jedoch nicht ausreichen, gibt es mehrere Medikamente, die im Rahmen einer ärztlich überwachten Therapie eingesetzt werden.

In den folgenden beiden Abschnitten gehen wir nun genauer sowohl auf die Umstellung deines Lebensstils, als auch auf die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten ein.

Hohen Blutdruck behandeln: Was du selbst tun kannst

In erster Linie ist die Vorgabe ganz simpel. Denn bevor man sich an effektive Gegenmaßnahmen herantastet, sollten erst einmal alle Faktoren beseitigt werden, die bis dato einen zu hohen Blutdruck hervorgerufen haben.

Das heißt, dass Risiken wie Rauchen, Alkohol, Drogen und zuckerhaltige Nahrung möglichst schnell und konsequent auf ein absolutes Minimum reduziert werden sollten.

Zwar könnte sich das im ersten Schritt wie eine Reduzierung der Lebensqualität anfühlen, deine Gesundheit wird es dir jedoch danken und mit einem langfristig gesteigerten Wohlbefinden zurückzahlen. Passend dazu ist es eine gute Idee, überschüssiges Gewicht zu loszuwerden.

Wie sieht die richtige Ernährung aus?

Gesunde Ernährung hilft den Blutdruck zu senken

Speziell für Patienten mit Bluthochdruck wurde eine Diät entwickelt, die alle wichtigen Regeln zusammenführt. Die Regeln gestalten sich wie folgt:

  • Zu jeder Mahlzeit sollte es Obst oder Gemüse geben.
  • Ballaststoffe senken den Blutdruck und lassen sich in Vollkornprodukten, Gemüse und Hülsenfrüchten finden.
  • Gesättigte, tierische und Transfettsäuren (Margarine, Backwaren, Cracker, Wurst usw.) sollten vermieden werden und durch ungesättigte, sowie mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Olivenöl, Avocados und Nüssen ersetzt werden.
  • Achte beim Verzehr von Milchprodukten auf fettreduzierte Produkte wie Magerquark oder Hüttenkäse.
  • Auch Zucker und industriell gefertigte Nahrungsmittel wie Süßigkeiten sollten größtenteils vermieden werden.
  • Es sollten ausreichend sekundäre Pflanzenstoffe eingenommen werden

Wie viel Salz solltest du zu dir nehmen?

Salz ist für den Kreislauf elementar wichtig – allerdings nur in Maßen.

Jemand, der unter Bluthochdruck leidet, sollte in etwa 2-2,5 Gramm Salz in Form von Natrium oder 5-6 Gramm in Form von Kochsalz pro Tag zu sich nehmen.

Wer mehr zu sich nimmt, wird einen direkten Negativeinfluss auf den Blutdruck bemerken. Leider ist der durchschnittliche Salzkonsum pro Person pro Tag in reichen Industrienationen wie Deutschland meist deutlich höher.

Zu viel Salz erhöht den Blutdruck

Eine effektive Methode, um den Salzkonsum herunterzufahren, besteht allein darin, auf alle industriellen (Fertig-)Lebensmittel zu verzichten. Diese beinhalten nämlich meistens schon von Grund auf jede Menge Salz. Vor allem Wurstwaren, Chips und Fast Food sind davon betroffen.

Es ist sehr hilfreich stets selbst zu kochen. Auf diese Weise weißt du nicht nur, was du zu dir nimmst, sondern auch, wie viel davon.

Kurz zusammengefasst:

Zwar ist Salz essentiell für unseren Körper, doch die meisten Menschen nehmen deutlich zu viel davon zu sich.

Alkohol, Tabak und Kaffee

Drei „Volksdrogen“, von denen der Großteil der erwachsenen Bevölkerung zumindest einer verfallen ist. Das Problem: Jedes dieser drei Genussmittel hat einen schlechten Einfluss auf den Blutdruck.

Alkohol allein verdoppelt bereits bei einer regelmäßigen Einnahme von nur 30 Gramm das Risiko, an Bluthochdruck zu erkranken.

So sollte man als Betroffener möglichst niemals mehr als 20-30 Gramm (puren) Alkohol pro Tag zu sich nehmen; besser wären sogar weniger als 10 Gramm (insbesondere bei Frauen). Diese Menge entspricht ungefähr 0,3-0,5 Liter Bier.

Kaffee indes hat immer eine Anhebung des Blutdrucks zur Folge – zumindest kurzfristig.

Daher sollten Bluthochdruckpatienten, die bereits ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen haben, wenig oder keinen Kaffee trinken. Weil allerdings keine eindeutigen Belege für eine negative Langzeitauswirkung gefunden worden sind, gibt es kein grundsätzliches Kaffeeverbot. Es wird lediglich empfohlen, den Verzehr nicht zu übertreiben und bei 1 bis allerhöchstens 3 Tassen pro Tag zu bleiben.

Und auch als Raucher ist man nicht vor der Gefahr des zu hohen Blutdrucks geschützt. Denn sobald Nikotin in unsere Blutbahn gelangt, verengen sich die Gefäße, der Herzschlag erhöht sich und der Blutdruck steigt an. Zusätzlich neigen die Gefäße schneller zu einer Verkalkung und das Risiko einer Arteriosklerose steigt.

Insofern sollten Raucher ihren Konsum deutlich reduzieren oder komplett einstellen, wenn Bluthochdruck festgestellt worden ist.

Kurz zusammengefasst:

Alkohol, Tabak und Kaffee tragen erheblich zum Bluthochdruck bei und die Einnahme sollte in jedem Fall stark reduziert werden.

Übergewicht loswerden

Zwar ist Übergewicht allein nicht immer der ausschlaggebende Grund, allerdings begünstigt es einen erhöhten Blutdruck, wenn auch noch andere Risikofaktoren hinzukommen.

Dass Übergewicht dennoch eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck spielt, zeigen folgende Gründe. So begünstigt ein zu hohes Gewicht in erster Linie ein erhöhtes Stressempfinden und einen stärkeren Herzschlag, weil bei jeder körperlichen Betätigung eine höhere Last in Bewegung gesetzt werden.

Hinzukommt, dass Übergewicht in der Regel mit einer schlechten Ernährung korreliert. Wer zu viel wiegt, verzehrt oft viel Zucker und ungesunde Fette. Ungesunde Fette wiederum führen zu Plaqueablagerungen in den Gefäßen, wodurch die Blutkanäle schmaler werden.

Ergo: Das Herz muss auch hier mehr Energie aufwenden, um das Blut bis in die letzten Areale des Körpers zu befördern.

Beim Abnehmen ist es zudem äußerst ratsam, eine Reduzierung des Bauchfettes zu erzielen. Dieses steht nämlich in enger Verbindung mit koronaren Herzkrankheiten, weil es gewisse Signalstoffe ans Herz aussendet, um den Blutdruck zu erhöhen. Ein blutdruckgerechter Bauchumfang sollte bei Männern nicht mehr als 102 cm und bei Frauen nicht mehr als 88 cm betragen.

Gewicht zu reduzieren kann für deinen Blutdruck nur Gutes bedeuten, zumindest dann, wenn du übergewichtig bist. Auf diese Weise schlägst du mehrere Fliegen mit einer Klatsche, da du deine Ernährung umstellt, deine Bewegung erhöhst und dein Bauchfett reduzierst – alles drei ist Balsam für deinen Blutdruck.

Kurz zusammengefasst:

Wer unter Übergewicht leidet und über Bluthochdruck klagt, sollte dringend abnehmen und somit den Körper und das Herz entlasten.

Stress reduzieren

Um vollends in den Genuss eines stabilen und ruhigen Blutdrucks zu gelangen, darf die Psyche nicht außer Acht gelassen werden. Stress und die damit einhergehende Produktion von Stresshormonen wie etwa Kortisol ist ein starker Katalysator für Bluthochdruck.

Insofern ist es wichtig, dass du immer für ausreichend Entspannung sorgst. Moderater Sport, genug Schlaf und Meditation können helfen, den Geist zu beruhigen.

Nahrungsergänzungsmittel gegen Bluthochdruck

Auch eine Reihe von natürlichen Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, den Blutdruck entweder kurzfristig oder bei regelmäßiger Einnahme sogar langfristig zu senken. Dazu gehören:

  • Magnesium: Indem es die Blutgefäße entkrampft und dadurch den Blutfluss erleichtert.
  • L-Arginin: Durch die Bildung von Stickstoffmonoxid, das auf ganz natürliche Weise die Gefäße erweitert.
  • Omega 3: Durch die Entspannung der Muskulatur, wodurch die Blutgefäße elastisch bleiben. Auch steht eine ausreichende Omega 3 Versorgung in Verbindung mit einer besseren Fließfähigkeit des Blutes.
  • Vitamin C: Auch Vitamin C ist an der Produktion von Stickstoffmonoxid beteiligt und kann damit die Blutgefäße natürlich erweitern.
  • Nattokinase: Kann durch die natürlich blutverdünnende Wirkung den Blutfluss verbessern und damit den Blutdruck verringern.
  • Ashwagandha: Das Pulver aus der sogenannten Schlafbeere ist seit geraumer Zeit in der ayurvedischen Medizin für dessen blutdrucksenkende Wirkung bekannt. Dies schafft Ashwagandha vor allem aufgrund der kortisolsenkenden Eigenschaft.
  • Ginseng: Viele Studien belegen, dass eine Ginseng-Kur den Blutdruck sehr positiv beeinflussen kann.

Was der Arzt tun kann (Medikamente gegen Bluthochdruck)

Letztendlich sollte die Frage nicht lauten, „was der Arzt für dich tun kann?“, sondern vielmehr, „welche Medikamente gegen Bluthochdruck es gibt?“.

Grundsätzlich gilt, dass Medikamente erst dann nötig werden, wenn eine Änderung des Lebensstils nicht ausreicht. Sofern jedoch eine andere Krankheit für den hohen Blutdruck verantwortlich ist (also im Falle einer sekundären Hypertonie), wird auch kein allein blutdrucksenkendes Medikament helfen. In diesem Falle muss immer die zugrundeliegende Krankheit behandelt werden.

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Medikamentenarten, die für Hypertonie eingesetzt werden:

  • ACE-Hemmer: ACE Hemmer haben gleich zwei Aufgaben: Zum einen erweitern sie die Gefäße und zum anderen reduzieren sie die Produktion von Noradrenalin und Adrenalin. Beides führt dazu, dass der Blutdruck gesenkt werden kann. Zu den Nebenwirkungen zählen jedoch Nierenversagen, trockener Husten und ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs. Auch während der Schwangerschaft können ACE-Hemmer zu Problemen führen.
  • AT1-Antagonisten: Anders als bei ACE-Hemmern kommt es bei AT1-Antagonisten nicht zu trockenem Husten. Die blutdrucksenkende Wirkung erfolgt, weil durch die Einnahme die Rezeptoren für Angiotensin-II geblockt werden. Zu den ungewollten Nebenwirkungen zählen jedoch: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel und in schweren Fällen auch ein Angioödem (Anschwellen des Mund- und Zungenbodens)
  • Diuretika: Als Diuretika werden jene Stoffe bezeichnet, die als harntreibend bzw. entwässernd gelten.  Bei Bluthochdruck kommen Diuretika meistens dann zum Einsatz, wenn die Niere in Gefahr schwebt. Möglicherweise entsteht dadurch allerdings ein zu hoher Wasserverlust. Weitere Nebenwirkungen sind: Salzmangel, Krampfanfälle, erhöhtes Risiko für Thrombosen.
  • Kalzium-Antagonisten: Kalzium-Antagonisten hemmen dein Fluss von Kalzium in die Muskelzelle herabsetzt. Folglich kommt es auch zu einem geringeren Muskelturnus der glatten Gefäßmuskelzellen und der Blutdruck verringert sich. Leider ist die Liste der Nebenwirkungen recht lang: Beinschwellungen, Herzrasen oder sehr langsamer Herzschlag, Kopfschmerzen, Impotenz, Verstopfungen und/oder ein rötliches Gesicht.
  • Beta-Blocker: Beta-Blocker stellen eine ganze Medikamenten-Familie dar, die an den Beta-Adrenorezeptoren andocken und die Aufnahme der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin blockieren. Auf diese Weise sinkt der Blutdruck und die Ruheherzfrequenz. Trotz mehrerer Nebenwirkungen, werden Beta-Blocker auch im Vergleich mit völlig anderen Medikamenten mitunter am meisten von Ärzten verschrieben. Mögliche Nebenwirkungen sind zum Beispiel: Asthmaanfälle, Stimmungsschwankungen, Erektionsstörungen, chronische Müdigkeit, Durchblutungsstörungen, Herz-Überleitungsstörungen und ein zu langsamer Puls.
Kurz zusammengefasst:

Es gibt einige Medikamentengruppen, die den Blutdruck senken können. Allerdings bekämpfen diese lediglich die Symptome und nicht die Ursache. Eine Umstellung der Gewohnheiten bleibt dennoch erforderlich. Ob ein Medikament in deiner Situation sinvoll bzw. nötig ist, solltest du in jedem Fall mit deinem Arzt besprechen. 

Bluthochdruck und Sport – was gibt es zu beachten?

Bewegung ist prinzipiell immer eine gute Idee. Jedoch musst du auf die Art der Bewegung und auf die Intensität aufpassen, wenn du bereits einen hohen Blutdruck hast. Durch Sport kann dieser nämlich kurzfristig in zu hohe Bereiche vordringen und gefährlich werden.

Insbesondere Krafttraining in Kombination mit Pressatmung birgt ein hohes Risiko. Solange der Sport moderat ausfällt und der Spaß nicht zu kurz kommt, gibt es jedoch keinen Grund zur Sorge. Mit der richtigen Intensität kann der Blutdruck sogar langfristig gesenkt werden.

Schnelles Hausmittel gegen Blutdruck

Wenn der Blutdruck kurzfristig in die Höhe schießt und schnell eine Lösung gefunden werden muss, gibt es die ein oder andere Möglichkeit, die sich bereits im Haushalt befinden könnte.

So steht Knoblauch bzw. das Knoblauchextrakt eng damit in Verbindung, den diastolischen Blutdruck zu senken. Auch Weißdorn kann aufgrund der enthaltenen Flavanoide bei Herzrhythmusstörungen entgegenwirken.

Weitere Hausmittelchen sind:

  • Dunkle Schokolade (ebenfalls mit Flavanoiden gefüllt)
  • Kardamom (Magnesium und Kalium als Mineralien, die gegen Blutdruck wirken)
  • Hibiskus-Tee (Nervenberuhigend und dadurch blutdrucksenkend)
  • Weizenkleie (Ballaststoffreich und dadurch blutdrucksenkend)

Wie sieht es mit Natron aus?

Entgegen der Vermutung vieler, ist Natron leider kein geeignetes Hausmittel gegen Bluthochdruck, da es ähnlich wie Kochsalz wirkt und in zu hohen Mengen den Blutdruck gar erhöhen kann.

Potenzmittel und Bluthochdruck – was gibt es zu beachten?

Prinzipiell besteht kein Grund zur Sorge, wenn man Potenzmittel wie zum Beispiel Viagra bei Bluthochdruck einnimmt. Im Gegenteil: Sie können durch die blutverdünnende Wirkung sogar gut für den Blutdruck sein.

Bedarf zur Absprache mit dem Arzt hingegen besteht dann, wenn du ohnehin schon ein blutdrucksenkendes Medikament einnimmst. Eine Kombination könnte vor allem dann gefährlich werden, wenn das Medikament ebenfalls blutverdünnend wirkt.

Kurz zusammengefasst:

In der Regel ist die Einnahme von Potenzmitteln auch für Bluthochdruckpatienten nicht gefährlich.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft (Präeklampsie)

Sofern der Bluthochdruck durch die Schwangerschaft selbst ausgelöst wurde, besteht in der Regel kein gesundheitliches Problem und der hohe Blutdruck wird nach wenigen Wochen nach der Geburt bereits abklingen.

Dennoch sollte der Blutdruck ärztlich überwacht werden, da dieser unter Umständen weitere Erkrankungen in der Schwangerschaft wie zum Beispiel Präeklampsie oder HELLP-Syndrom provozieren kann.

Die Präeklampsie kann sogar lebensgefährlich werden und liegt vor, wenn nach der 20. Schwangerschaftswoche hoher Blutdruck und eine erhöhte Eiweißausscheidung vorliegt. Dadurch kommt es zu wiederkehrenden Krampfanfällen.

Deswegen ist es ratsam, während der Schwangerschaft stets zu den Vorsorgeuntersuchungen zu gehen, damit der Blutdruck und der Urin getestet und man frühzeitig auf Präeklampsie oder andere Komplikationen aufmerksam wird.

Kurz zusammengefasst:

Bluthochdruck kommt während der Schwangerschaft regelmäßig vor. Meist nimmt er nach der Geburt wieder ab. Eine Kontrolle durch den Arzt sollte dennoch regelmäßig stattfinden.

Bluthochdruck in den Wechseljahren

Oft gehen Frauen von dem Trugschluss aus, dass diverse Symptome wie Nervosität, Müdigkeit, häufige Kopfschmerzen oder Schwindel durch die körperliche Veränderung in den Wechseljahren zustande kommen.

Unglücklicherweise kann aber auch ein erhöhter Blutdruck, der durch die Wechseljahre begünstigt wird, die Ursache sein.

Grund dafür ist die sinkende Östrogenproduktion, welche eine entscheidende Rolle bei der gesunden Regulierung des Herz-Kreislauf-Systems einnimmt. Weil mehrere Hormontherapien im Rahmen der Wechseljahre jedoch auch ihre Nachteile mit sich bringen, ist es umso wichtiger, auf einen gesunden Lebensstil zu achten.

Das heißt: Wenig Alkohol, wenig Zigaretten, viel frische Luft und Bewegung. Zudem kannst du mit verschiedenen Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln wie Nattokinase, Magnesium, Vitamin C oder Ashwagandha Kapseln nachhelfen.

Ist Sauna bei Bluthochdruck eine Gefahr?

Sauna bei  Bluthochdruck

Auch wenn hohe Temperaturen oft mit einem erhöhten Stressempfinden zusammenhängen, ist die Sauna nicht unbedingt eine schlechte Idee. Denn die hohen Temperaturen weiten die Gefäße und der Blutdruck wird herabgesetzt.

Tückischer hingegen wird es beim anschließenden Abkühlen. Hier ziehen sich die Gefäße wieder zusammen und der Blutdruck steigt.

Insofern ist es ratsam, sich nicht eiskalt (wie es in der Saunatradition normalerweise gehandhabt wird) abzubrausen, sondern eher lauwarm, oder nur ein wenig kälter.

Zudem wird empfohlen keine extremen Saunatouren zu machen, sondern sich möglichst in Infrarotsaunen, Dampfsaunen oder in niedrig temperierte Saunen aufzuhalten.

Hinweis: Bitte sprich vorher trotzdem mit deinem Arzt, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Kann man Aspirin bei Bluthochdruck nehmen?

Viele Informationen gibt es bislang nicht. Dennoch wird Aspirin gerne hergenommen, um den Blutdruck zu senken, weil es blutverdünnend wirkt. Allerdings gibt es einige Stimmen, die auch auf die Problematiken des Wirkstoffs Acetylsalicylsäure hinweisen und den Nutzen als geringer als das Risiko einschätzen.

Wir empfehlen an dieser Stelle, möglichst den Arzt zu konsultieren und die Einnahme vorab abzusprechen.

Was ist ein isolierter systolischer Bluthochdruck?

Von einem isolierten systolischen Druck spricht man, wenn der systolische Druck (also jener Druck, bei welchem Blut aus dem Herzen herausgepresst wird) zu hoch ist, der diastolische Druck jedoch im Normalbereich bleibt.

Allerdings ist diese Form des Bluthochdrucks nicht minder schlimm, weil es ebenso zu schwerwiegenden Krankheiten wie ein Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder zu Nierenversagen führen kann.

Zu welchem Arzt geht man bei Bluthochdruck?

Prinzipiell ist jeder Arzt ein geeigneter Ansprechpartner, weil Bluthochdruck eines der größten Volksleiden überhaupt ist. Allerdings können Internisten, Nephrologen, sowie Kardiologen eine Weiterbildung auf dem Feld der Hypertensiologie machen und dadurch ihren Praxisschwerpunkt auf Bluthochdruck setzen.

Abschließende Worte

Bluthochdruck ist tückisch, weil das Übel eher im Stillen heranwächst. Oftmals bringt man die Symptome nicht direkt mit einem erhöhten Blutdruck in Verbindung und denkt, dass diese auch ohne Zutun abflachen werden. Daher wird das Problem meist erst dann bemerkt, wenn es bereits zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt gekommen ist.

Daher ist es zumindest sinnvoll, bei anhaltend schlechtem Wohlbefinden und der im Text genannten Symptome, den Blutdruck zu messen, um die Gefahr entweder auszuschließen, oder um Schlimmeres verhindern zu können. 

by Alex Holzhammer

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